Auf frischer Tat ertappt

Diebischer Schrotthändler wird selbst bestohlen - Ausrede Flutopfer-Hilfe zieht nicht

Ein mutmaßlicher Schrottdieb in Hagen, der behauptete, den Opfern der Flutkatastrophe helfen zu wollen, ist offenbar selbst bestohlen worden.
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Ein mutmaßlicher Schrottdieb in Hagen, der behauptete, den Opfern der Flutkatastrophe helfen zu wollen, ist offenbar selbst bestohlen worden. (Symbolfoto)

Ein mutmaßlicher Schrottdieb in Hagen ist offenbar selbst Opfer eines Diebstahls geworden. Als er der Polizei die Ausrede auftischte, Hochwasser-Opfern helfen zu wollten, bemerkte er, dass ihm selbst etwas wichtiges fehlte.

Hagen-Mitte - Ein diebischer Schrotthändler ist am Montagabend, 19. Juli, selbst Opfer eines Diebstahls geworden. Wie die Polizei Hagen berichtet, befanden sich der 36-Jährige und sein 32-jähriger Komplize gegen 22 Uhr an der Körnerstraße in Hagen neben einem Kleintransporter und durchsuchten abgestellten Sperrmüll nach Altmetall und sonstigen Wertgegenständen. Dabei fielen sie einer Polizeistreife auf.

Die Männer gaben dem Bericht zufolge übereinstimmend an, dass sie nach Hagen gekommen seien, um den Menschen bei der Unwetterkatastrophe zu helfen. Als sich der 36-Jährige ausweisen sollte, stellte er den Verlust seiner Geldbörse nebst Dokumenten und Bargeld fest. Er gab an, dass ihm diese kurz zuvor aus seinem offenstehenden Fahrzeug entwendet worden sei.

Hagen: Dieb wird selbst Opfer eines Diebstahls - Hochwasser-Ausrede zieht nicht

In dem Kleintransporter stellten die Beamten diverses Altmetall fest. Sie stellten das Fahrzeug samt Ladung sicher und ließen es abschleppen. Die beiden Männer erhielten eine Strafanzeige wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls.

Zudem nahmen die Beamten eine Anzeige wegen des Diebstahls der Geldbörse auf. Die Kripo ermittelt nun in beiden Fällen.

Nach der Flutkatastrophe will nicht jeder helfen. Einige Kriminelle nutzen die Notlage aus und ziehen plündernd durch die Hochwassergebiete, etwa durch Altena.

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