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Unschuldiger Mann entdeckt sich auf Fahndungsfotos - Panne bei Bank und Polizei

Die Polizei Hagen hat Fotos aus der Märkischen Bank veröffentlicht - doch bei der abgebildeten Person handelt es sich nicht um den Tatverdächtigen.
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Die Polizei Hagen hat Fotos aus der Märkischen Bank veröffentlicht - doch bei der abgebildeten Person handelt es sich nicht um den Tatverdächtigen.

Peinliche Panne: Die Polizei Hagen hat Fahndungsbilder aus einer Bank herausgegeben. Das Problem: Der abgebildete Mann ist gar nicht tatverdächtig. Es gab eine Verwechslung.

Hagen - Was für eine Horrorvorstellung: Man findet sich inklusive Bild in einem Fahndungsaufruf der Polizei wieder - dabei hat man doch gar nichts verbrochen. So ging es offenbar am Montag einem Mann, der Opfer einer Verwechslung wurde.

Zu dem Vorfall ist es am Montag, 15. März, 12.52 Uhr gekommen: Die Polizei Hagen veröffentlichte im Zusammenhang mit einem Taschendiebstahl Fahndungsfotos der Märkischen Bank. Aber: Bei der abgelichteten Person handelte es sich aufgrund einer Verwechslung seitens der Bank nicht um einen Tatverdächtigen, wie die Polizei schließlich gegen 18 Uhr mitteilte. „Der Hagener Polizei wurden Fotos einer völlig unschuldigen Person übermittelt, welche im Anschluss auf Grundlage eines richterlichen Beschlusses veröffentlicht wurden“, so die Polizei.

Polizei Hagen veröffentlicht Fahndungsfotos der Märkischen Bank - die zeigen falsche Person

Bei der Öffentlichkeitsfahndung wurde angegeben, dass der Mann im Dezember 2020 einen Taschendiebstahl zum Nachteil einer Rentnerin begangen haben soll. Im Anschluss soll er mit der gestohlenen EC Karte Geld an einem Geldautomaten abgehoben haben, hieß es in dem Fahndungsaufruf weiter.

Bei der Polizei Hagen sind nach der Veröffentlichung zahlreiche Hinweise auf die Person eingegangen. Zudem meldete sich auch die abgebildete Person selbst. Der Irrtum konnte dann schnell aufgeklärt werden, heißt es weiter. Sämtliche Fahndungsmaßnahmen wurden aufgehoben. „Die Hagener Polizei bedauert diesen Vorfall zutiefst“, heißt es in der Mitteilung.

Die Märkische Bank entschuldigt sich ausdrücklich für diese Verwechslung. Sie werde umgehend mit dem Betroffenen Kontakt aufnehmen, so die Polizei. „Darüber hinaus werden die internen Abläufe der Bank überprüft, um zukünftig derartige Fehler in Gänze ausschließen zu können.“

Bei dieser Fahndung hat alles seine Richtigkeit: Norman Franz soll fünf Morde begangen haben, seit mehr als 20 Jahren wird nach ihm gefahndet, jetzt hoffen Interpol und Bundeskriminalamt auf den entscheidenden Tipp, um den in Arnsberg geborenen Mann endlich zu fassen.

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