Betrug statt großer Liebe

Fahndung: Diese "Ärztin" zockte Mann aus Hagen mit irrer Flugzeug-Geschichte ab - Viertelmillion Euro weg

Die Polizei NRW fahndet nach dieser Frau, die einen Mann in Hagen um 250.000 Euro betrogen haben soll. Die Fahndungsbilder sind unverpixelt weiter unten im Artikel zu finden.
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Die Polizei NRW fahndet nach dieser Frau, die einen Mann in Hagen um 250.000 Euro betrogen haben soll. Die Fahndungsbilder sind weiter unten im Artikel zu finden.

Diese "Beziehung" dürfte ein Mann aus Hagen nicht so schnell vergessen. Eine angebliche Ärztin spielte ihm die große Liebe vor - und brachte ihn mit einer irren Geschichte ums Geld. Die Polizei fahndet mit Fotos nach der Tatverdächtigen.

  • Eine angebliche Ärztin aus den USA hat einen Mann aus Hagen um 250.000 Euro betrogen.
  • Sie spielte ihm die große Liebe vor.
  • Der Mann glaubte ihr unter anderem eine irre Flugzeug-Geschichte.

Hagen - Im Sommer 2019 lernte ein Mann aus Hagen (NRW) über das Internet eine angebliche Ärztin aus den USA kennen, wie die Polizei Hagen im Bericht zur Öffentlichkeitsfahndnung schreibt. 

Die Frau gab demnach an, sich im Auslandseinsatz im Irak zu befinden, und spielte dem Mann vor, er sei ihre große Liebe. "Zudem bat sie ihn mehrfach aus unterschiedlichsten Gründen um Geld", so die Polizei. 

Hagen/NRW: Betrug mit irrer Flugzeug-Geschichte 

Unter anderem gab sie demnach an, ein Flugzeug von ihrem Vater geerbt zu haben. Um dieses verkaufen zu können, müssten vorab verschiedene Gebühren bezahlt werden, so ihre Geschichte.

Diese und weitere Stories zogen bei dem Mann aus Hagen offenbar: "Insgesamt überwies ihr der Geschädigte 250.000 Euro", heißt es im Polizeibericht. 

Betrugsfall in Hagen/NRW: Nach eigenen Angaben des Geschädigten hat er sich zweimal mit dieser Frau getroffen, die ihm die große Liebe vorspielte. Am Ende folgten das böse Erwachen - und der Verlust von 250.000 Euro. Klicken Sie auf das Symbol oben rechts, um das ganze Motiv zu sehen.

Betrug in NRW: Polizei Hagen fahndet mit Fotos nach Tatverdächtiger

Wie es auf der Internetseite zu Fahndungen derPolizei NRW heißt, traf sich der Mann zweimal mit der angeblichen Ärztin. "Nach seinen Angaben handelt es sich hierbei um die auf den Lichtbildern abgebildete Frau", heißt es dort. Diese Fotos hat die Polizei nun veröffentlicht - in der Hoffnung, die Verdächtige mithilfe von Zeugenaussagen zu finden. Demnach passierte der Betrug zwischen dem 1. September 2019 und dem  2. März 2020.

Die Polizei Hagen ermittelt wegen Betruges und sucht Zeugen, die Angaben zu der Tatverdächtigen machen können. Hinweise werden unter Tel. 02331/9862066 entgegengenommen. - eB

Video: Mit dieser miesen Maschen wollen Betrüger Ihr WhatsApp-Konto knacken

Fall aus Hagen nicht der einzige Betrug dieser Art in NRW:

Ein ganz ähnlicher Fall trug sich kürzlich im Märkischen Kreis zu. Ein sogenannter "Romance Scammer" behauptete, nach einem Attentat im Krankenhaus zu liegen. Doch mit dieser Reaktion der Frau hatte er nicht gerechnet.

Schon mehrfach hat die Polizei im Märkischen Kreis von der gemeinen Masche der Betrüger berichtet - und auch von Fällen, in denen Bürger aus dem Kreis auf der Suche nach Liebe Opfer wurden. Erfolg hatte ein virtueller Liebesbetrüger unter anderem bei einer Plettenbergerin. Er ergaunerte von ihr eine sechsstellige Summe. Und auch eine 52-Jährige aus dem Märkischen Kreis verlor auf der Suche nach der großen Liebe eine hohe Summe. Das Geld floss ins Nirgendwo.

Auch eine Frau "im fortgeschrittenen Alter" verlor viel Geld - an einen vermeintlichen Briten auf USA-Reise, dessen Sohn plötzlich krank wurde. Allerdings sind es - wie auch in dem oben geschilderten Fall aus Hagen - nicht immer Frauen, die Opfer der fiesen "Love Scamming"-Masche werden. Ein dubioser Online-Kontakt kam einen Kiersper teuer zu stehen.

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