Er sah sie als sein Eigentum an

Mord an Lebensgefährtin: 25-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt - grausame Details

Symbolbild Messer
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Ein Mann hat seine Lebensgefährtin erstochen - weil sie ihn verlassen wollte. Das Hagener Schwurgericht hat jetzt ein Urteil gesprochen.

Ein 25-Jähriger hat in Hagen seine Lebensgefährtin erstochen, weil sie ihn verlassen wollte. Jetzt ist er verurteilt worden. Er hatte die Frau als sein Eigentum angesehen, sagen die Richter.

Hagen - Es müssen grausame Szenen gewesen sein. Im Juni 2020 hat ein Mann aus Hagen immer wieder auf seine Lebensgefährtin eingestochen. Eine Tochter der Frau saß im Kinderzimmer. Ihr hatte er vorher Kopfhörer aufgesetzt. Am Dienstag ist der 25-jährige Serbe wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. „Er war der Meinung, dass die Frau sein Eigentum war und ihm zu gehorchen habe“, sagte Richterin Heike Hartmann-Garschagen bei der Urteilsbegründung des Hagener Schwurgerichts.

Die Ärzte hatten später 49 Stich- und Schnittverletzungen gezählt. Die 38-Jährige hatte keine Chance. Der Angeklagte hatte sich laut Urteil sogar zweimal ein neues Messer geholt, weil die Klingen kaputtgegangen waren.

Grausamer Mord in Hagen: Mann ersticht Lebensgefährtin wegen Trennungsstreits

Auslöser der Bluttat war nach Überzeugung der Richter ein Trennungsstreit. Die Mutter von drei Kindern hatte sich nach einer Affäre mit einem anderen Mann vom Angeklagten trennen wollen. Das habe er nicht akzeptiert. „Er war der Meinung, dass er über Frauen verfügen könne, wie er wolle“, so Hartmann-Garschagen. Aus seiner Sicht habe sie nicht das Recht gehabt, sich über seinen Willen hinwegzusetzen.

Der 25-Jährige hatte die Tat im Prozess gestanden und erklärt, dass er „wütend“ gewesen sei. Er habe seine Partnerin geliebt und liebe sie immer noch - auch, wenn sie jetzt tot sei. Wie er mit der Beziehungskrise umzugehen habe, sei allerdings seine Sache. „Er hat gesagt, er habe seine eigenen Gesetze - nicht die der BRD“, so Hartmann-Garschagen.

Grausamer Mord in Hagen: Polizei findet Leicht durch Zufall in der Wohnung

Die Polizei hatte die Leiche der 38-Jährigen durch Zufall in der gemeinsamen Wohnung des Paares in Hagen gefunden. Die Beamten hatten den Angeklagten festnehmen wollen, weil er nach Serbien ausgeliefert werden sollte. Dort war er laut Gericht in Abwesenheit wegen Menschenhandels zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.

Die schrecklich zugerichtete Leiche lag unter einer Decke im Wohnzimmer. Der Angeklagte selbst befand sich mit der dreijährigen Tochter des Opfers bei einer Freundin, mit der er laut Urteil ebenfalls eine Beziehung geführt hat. Dort hatte er schließlich festgenommen werden können.

Die Richter gehen davon aus, dass der 25-Jährige 2018 illegal nach Deutschland eingereist ist und sein Leben durch Betrügereien finanziert hat. Durch die Beziehung zu seiner Partnerin habe er sich ein Bleiberecht erhofft. 
Das Urteil des Hagener Schwurgerichts lautet auf Mord aus niedrigen Beweggründen. Es ist noch nicht rechtskräftig.

Fünf Morde? Interpol und BKA hoffen auf Tipps, um Täter zu fassen

Ein weiterer heftiger Fall: Ein Mann soll fünf Morde begangen haben, seit mehr als 20 Jahren wird nach ihm gefahndet, jetzt hoffen Interpol und Bundeskriminalamt auf den entscheidenden Tipp, um den in Arnsberg geborenen Norman Volker Franz endlich zu fassen.

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