Frau geht auf Beamten los

Kennzeichen handschriftlich gefälscht: Autofahrerin fordert von der Polizei Geld - und wird handgreiflich

E-Kennzeichen Symbolbild
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Das „E“ im Kennzeichen dürfen nur Elektrofahrzeuge und Plug-In-Hybride haben. Eine Frau in Hagen hat den Buchstaben handschriftlich auf das Kennzeichen ihres Elektroautos gemalt.

Auf eine ungewöhnliche Entdeckung folgte in Hagen ein Polizeieinsatz: Es begann mit einem aufgemalten „E“ am Autokennzeichen - und endete mit einer am Boden fixierten 64-Jährigen.

Hagen - Handschriftlich mit einem schwarzen Stift stand ein „E“ für Elektrofahrzeug auf dem Kennzeichen, das Polizisten am Samstagmorgen an einem Renault entdeckten. Als die Polizisten die Dame auf die unzulässige Veränderung des Kennzeichens hinwiesen, zeigte sich die 64-Jährige ganz und gar nicht einsichtig. Sie forderte von den Beamten Geld, wollte ihre Papiere nicht zeigen und wurde sogar handgreiflich.

StadtHagen
RegierungsbezirkArnsberg
Fläche160,45 km²
Einwohner188.686 (31. Dez. 2019)

Kennzeichen handschriftlich gefälscht: Autofahrerin fordert von der Polizei in Hagen Geld

Der Renault war tatsächlich ein E-Auto, schildert die Polizei Hagen in einer Mitteilung am Montag. „Jedoch stellt das Bemalen des Kennzeichens eine unzulässige Veränderung dar“, heißt es weiter. Die Polizisten sprachen die 64-jährige Fahrerin auf das handschriftlich gemalte „E“ auf ihrem Kennzeichen an, gaben ihr den Hinweis, dass sie sich den Zusatz „E“ bei der Zulassungsstelle eintragen und ein neues Kennzeichen beantragen müsse.

Das sah die Frau aus Hagen laut Polizeiangaben wohl nicht so eng. Sie habe abweisend und uneinsichtig reagiert und eine Diskussion anfangen wollen. „Sie erklärte zudem, dass sie die Eintragung machen würde, wenn die Beamten ihr das Geld dafür geben würden. Hierbei hielt sie auffordernd die Hand auf“, schildert die Polizei in ihrer Mitteilung.

Kennzeichen handschriftlich gefälscht: Hagenerin wischt „E“ weg und will ihre Papiere nicht aushändigen

Auch ihren Führerschein und den Fahrzeugschein wollte die 64-Jährige laut Polizei nicht an die Beamten aushändigen. Dann wurde sie immer frecher: Die Frau holte einen Lappen aus dem Auto und wischte das „E“ vom hinteren Kennzeichen weg. „Dabei sagte sie, dass die Polizeibeamten die Papiere später bekommen, da sie ja im Dienst seien und Zeit hätten“, schildert die Polizei.

Ein Polizist entschied sich daraufhin, die Tasche der Frau eigenständig nach den Papieren zu durchsuchen. Auf Nachfrage erklärte einer Sprecherin der Polizei Hagen, dass dies in einem solchen Fall rechtens sei, wenn sich die Person massiv gegen das Vorzeigen der Papiere wehrt und die Polizisten hinhält.

Diskussion um gefälschtes Kennzeichen eskaliert: Autofahrerin geht auf Polizisten los

Als der Beamte die Geldbörse der Frau aus der Tasche nahm, begann die Frau aus Hagen laut Polizei herumzuschreien. „Im weiteren Verlauf ging sie ihn auch mehrfach körperlich an“, heißt es weiter. Die Kollegin kam dem Polizisten zur Hilfe und unterband das Handgemenge. „Die 64-Jährige wurde im weiteren Verlauf am Boden fixiert, bis sie sich wieder beruhigte“, schildert die Polizei den Ausgang der Odyssee.

Die Beamten blieben bei dem Widerstand unverletzt. Sie fertigten eine Meldung an die Zulassungsstelle bezüglich der Veränderung des Kennzeichens. Die 64-Jährige erhielt zudem eine Anzeige bezüglich des Widerstandes gegen
Vollstreckungsbeamte.

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