Notbremsung

Wegen Abkürzung in Lebensgefahr: Zwei Personen auf Gleisen unterwegs

Bahngleise
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Um eine Abkürzung zu gehen, sind zwei Personen in die Gleise des Rangierbahnhofs Hagen Kabel gelaufen.

Dass Gleise keine Wanderwege sind, ist scheinbar nicht jedem bewusst. Zwei Personen spazieren über ein Gleisbett - und lösen damit eine Notbremsung aus.

Hagen - Mit einer Geschwindigkeit von rund 120 km/h näherte sich am Mittwochabend (07. Juli) eine Regionalbahn auf der Strecke von Iserlohn nach Hamm in Nordrhein-Westfalen zwei Personen, die die Gleise des Rangierbahnhofs Hagen-Kabel als Abkürzung nutzten.

StadtHagen
Größe160,4 km²
Einwohner188.687 (2020)

Hagen: Für Abkürzung in Lebensgefahr gebracht - Zwei Personen im Gleisbett

Dank des Triebfahrzeugführers konnte das Unglück in Hagen verhindert werden, da er die 60-Jährige und den 37-Jährigen im Gleisbett bemerkte und unverzüglich eine Schnellbremsung einleitete. Zudem gab er einen Achtungspfiff ab, woraufhin die türkischen Staatsangehörigen erst den Zug bemerkten und so noch rechtzeitig die Gleise verlassen konnten. Die beiden Personen liefen in Richtung Hengsteysee, wo sie kurze Zeit später von einer Streife der NRW-Landespolizei gestellt wurden.

Nicht allen ist bewusst, wie leichtsinnig und lebensgefährlich eine solche Überquerung der Gleise ist. Moderne Züge sind laut Bundespolizei heutzutage meist erst zu hören, wenn es bereits zu spät ist. Tödliche Gefahren gehen dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich, sondern auch von Betriebsanlagen, wie zum Beispiel stromführenden Teilen, Masten und anderer Infrastruktur, aus.

Für Abkürzung in Lebensgefahr gebracht: Personen im Gleisbett - Mögliche Strafen

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang daraufhin hin, dass, wenn Züge aufgrund von Personen im Gleisbereich eine Notbremsung einleiten müssen, der Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr erfüllt sein kann. Dieser kann dann von einer Geldstrafe bis hin zu Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft werden. Ebenfalls kann beim unbefugten Aufenthalt im Gleisbereich ein Verwarngeld von 25,- Euro, bis hin zu Bußgeldern von mehreren hundert Euro fällig werden.

Ein anderer Fall der Bundespolizei hört sich an, wie aus einem Krimi: Ein Dieb wurde nach einer Verfolgung durch mehrere Züge und halb NRW geschnappt. Er hatte zuvor einen 13-Jährigen bestohlen.

Kürzlich gelang den Beamten der Polizei Herford ein lang ersehnter Zugriff. Per bundesweitem Haftbefehl wurde ein 35-jähriger Mann gesucht, der in dringendem Verdacht steht, an einem illegalen Autorennen auf der A66 zwischen Wiesbaden und Frankfurt teilgenommen zu haben.

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