Enormer Sachschaden

Großbrand in Gütersloh durch Müll vor Hotel und Elektromarkt verursacht?

In der Innenstadt von Gütersloh wurde bei einem Großbrand ein Elektrofachmarkt erheblich beschädigt.
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In der Innenstadt von Gütersloh wurde bei einem Großbrand ein Elektrofachmarkt erheblich beschädigt.

Nächtlicher Großbrand in Gütersloh: Aus unbekannter Ursache war in einem Wohn- und Geschäftshaus mit Hotel und Elektrofachmarkt Feuer ausgebrochen.

  • Feuer in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (5. auf 6. August) in der Innenstadt von Gütersloh.
  • Ein Elektrofachmarkt wurde massiv beschädigt, ein Hotel arg in Mitleidenschaft gezogen.
  • Der entstandene Sachschaden dürfte sich in sechsstelliger Höhe bewegen.

Gütersloh - Hat in Brand gesteckter Müll in der Nacht zu Donnerstag einen Großbrand ausgelöst und das Gebäude an der Kökerstraße mitten in Gütersloh massiv beschädigt? Diese Frage muss die Kriminalpolizei klären.

Um 2.22 Uhr war der Brand gemeldet worden, neben den Kräften der Berufsfeuerwehr wurde auch der Löschzug Gütersloh alarmiert. "Bei Eintreffen brannten Unrat unter einer Arcade und Teile eines Elektrogeschäftes. Das gesamte Gebäude war in eine große schwarze Rauchwolke gehüllt", berichtete die Feuerwehr im Nachgang auf ihrer Facebookseite.

Dienstgruppenleiter Michael Pepping berichtete nach den Löscharbeiten vom "massiven Feuerschein am ganzen Gebäude", als die Wehrkräfte den Einsatzort erreichten.

Die Feuerwehr setzte beim Großbrand in Gütersloh auch die Drehleiter ein.

Vor allem in der Anfangsphase des Einsatzes war etwas Hektik aufgekommen, weil sich eine Person auf das Dach des Gebäudes gerettet hatte. Als diese Person mit Hilfe der Drehleiter gerettet werden sollte, war sie plötzlich wieder im Gebäudeinneren verschwunden.

Großbrand in Gütersloh: Verdacht auf Rauchgasvergiftung

Insgesamt wurden vier Personen aus dem Gebäude geführt, eine musste mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. "Alle anderen Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt abwesend", so die Feuerwehr.

Mit Hochleistungslüftern musste das Innere des Gebäudes nach dem Großbrand in Gütersloh rauchfrei gemacht werden, in dem auch ein Hotel ansässig ist.

Parallel zur Menschenrettung wurden umfangreiche Löschmaßnahmen eingeleitet. 16 Feuerwehrleute rüsteten sich mit Atemschutzgeräten aus, zur weiteren Verstärkung wurde noch der Löschzug Avenwedde alarmiert. So wurde sichergestellt, dass man genügend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung hatte. 

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot beim Großbrand in Gütersloh vor Ort.

Trotz aller Bemühungen wurde das Elektrofachgeschäft weitestgehend zerstört. Der Besitzer stand fassungslos vor dem Gebäude, im Inneren waren aufgrund der großen Hitze zahlreiche Elektrogeräte zerstört und die Inneneinrichtung erheblich beschädigt worden.

Großbrand in Gütersloh: Glasfront durch Hitze geplatzt

Die Hitze des besagten brennenden Unrates hatte mutmaßlich die große Glasfront platzen lassen, so dass sich der Brand auch im Inneren des Gebäudes massiv ausdehnen konnte.

Der dicke, schwarze Qualm zog durch das gesamte Geschäft. Ferner wurde die Fassade zur Kökerstraße hin erheblich beschädigt. Die Verkaufsräume des Elektromarktes und die Nebenräume sind bis auf weiteres nicht nutzbar, die Hotelgäste verließen noch während der Löscharbeiten die Unterkunft.

Großbrand in Gütersloh: Elektrogeschäft provisorisch gesichert

Die ersten Feuerwehrkräfte konnten nach etwa zweieinhalb Stunden wieder einrücken. Das Elektrogeschäft wurde von Mitarbeitern des Bauhofes provisorisch mit einem Bauzaun gesichert.

Der Feuerwehr-Einsatz in Gütersloh war in der Nacht auf Donnerstag (6. August) längst nicht der einzige in NRW: In einem Gebrauchtwagenhandel in Kerpen sind sechs Autos und ein Lastwagen-Anhänger vollständig ausgebrannt

Die Ursache für das Feuer blieb hier zunächst ungeklärt, die Kriminalpolizei ermittelt. Der Anhänger diente mutmaßlich als Eventbühne, wie die Polizei mitteilte. Auch ein stillgelegtes Silo in der Nähe des Brandortes wurde beschädigt. Der Schaden liegt im fünfstelligen Bereich.

Meterhohe Flammen: Großeinsatz an Tennishalle mitten in Unna

Und in Unna brannte eine Tennishalle nieder. Als eine Gasleitung Feuer fing, bestand dort sogar Explosionsgefahr.

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