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Nach wochenlanger Flucht: Polizei fasst mutmaßlichen Axtmörder

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Von: Hannah Decke

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Kalletal: Ermittler der Polizei arbeiten nach einem Tötungsdelikt am Tatort. Bei einer Routinekontrolle ist die Polizei auf die Spur eines Gewaltverbrechens gestoßen.
Ermittler der Polizei arbeiten nach einem Tötungsdelikt am Tatort. Bei einer Routinekontrolle ist die Polizei auf die Spur eines Gewaltverbrechens gestoßen. © Leon Stock/NEWS5/dpa

Nach dessen wochenlanger Flucht hat die Polizei einen Mann gefasst, der in NRW einen Menschen mit einer Axt getötet und dann seine Ex-Freundin vergewaltigt haben soll.

Update vom 22. Juli, 11.49 Uhr: Nach knapp fünf Wochen auf der Flucht ist der mutmaßliche Axtmörder von Kalletal (Kreis Lippe) gestellt worden. Der 36-Jährige sei im brandenburgischen Brieskow-Finkenheerd nahe der polnischen Grenze festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Er soll am 18. Juni einen 39-Jährigen im Bett mit einer Axt erschlagen haben. Danach soll er seine Ex-Freundin, die mit dem Opfer eine Affäre hatte und neben ihm im Bett lag, in einem anderen Zimmer vergewaltigt haben.

GemeindeKalletal
LandkreisLippe
Einwohner13.385

Spezialeinsatzkräfte der brandenburgischen Polizei hätten ihn am späten Donnerstagabend festgenommen, hieß es. Außerdem habe es mit polnischen Strafverfolgungsbehörden einen engen Austausch gegeben. Die wären für den vermuteten Fall, dass der Mann ins Nachbarland flüchtet, zum Zugriff bereit gewesen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Im Laufe des Freitags solle er nach Detmold gebracht und dort einer Haftrichterin vorgeführt werden. Die werde ihm den bereits bestehenden Haftbefehl wegen Mordes verkünden, hieß es in der Mitteilung.

Mann tötet Opfer mit Axt und vergewaltigt seine Ex-Freundin - Belohnung für Hinweise

Update vom 28. Juni, 10 Uhr: Rund 28 Kilometer entfernt von Kalletal ist am Montag (27. Juni) in Obernkirchen eine 75-jährige Frau gewaltsam getötet worden. Der Ort liegt in der Region, in der nach dem Axtmörder aus NRW gesucht wird. Polizei und Staatsanwaltschaft halten sich noch bedeckt.

Update vom 27. Juni, 17.58 Uhr: Nach dem brutalen Mord in Kalletal fahnden die Ermittler weiter nach dem mutmaßlichen Täter. Jetzt wurde eine Belohnung für Zeugen ausgelobt. Für Hinweise, die zur Ergreifung des 36-Jährigen führen, gebe es 5000 Euro, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mit. Außerdem wird mithilfe von Plakaten gesucht.

Dem 36-jährigen Mann wird vorgeworfen, einen 39-Jährigen in der Nacht auf Samstag, 18. Juni, im Bett mit einer Axt erschlagen zu haben. Danach soll er seine Ex-Freundin, die eine Affäre mit dem Opfer hatte und neben ihm im Bett lag, in einem anderen Zimmer vergewaltigt haben.

Plakate sollen laut der Mitteilung vom Montag zum einen Fernfahrer auf die Suche und die Belohnung hinweisen. Die Ermittler vermuten, der mutmaßliche Mörder, der in Aserbaidschan geboren wurde, könnte Kontakt zu ihnen suchen. Sie schließen aber nicht aus, dass er sich weiter in der Gegend des Tatorts aufhält.

Mann tötet Opfer mit Axt - und vergewaltigt danach seine Ex-Freundin

Update vom 24. Juni, 11.15 Uhr: Fast eine Woche liegt der brutale Mord nun zurück. Ein 36-Jähriger hat einen 39-Jährigen in Kalletal im Kreis Lippe mit einer Axt erschlagen und anschließend seine Ex-Freundin vergewaltigt. Wie die Polizei mitteilt, ist der Täter weiterhin auf der Flucht. Nach der Flugblattaktion am Donnerstag hatte die Polizei mehrere Hinweise bekommen und ein Waldstück durchsucht. Allerdings blieb der Erfolg aus. Stand jetzt gibt es noch keine weitere Spur.

Update vom 23. Juni, 16.10 Uhr: Es werden weitere schreckliche Details des Axt-Mordes in Kalletal im Kreis Lippe bekannt. Der 36-jährige Tatverdächtige hat offenbar unmittelbar nach der Tat seine Ex-Freundin vergewaltigt. Das sagte die 24-Jährige jetzt aus. Oberstaatsanwalt Christopher Imig sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass es keinen Grund gebe, an diesen Angaben zu zweifeln.

Ein mehrsprachiges Fahndungsplakat klebt in der Innenseite eines Polizeiautos an einer Raststätte an der A2 bei Bielefeld. Die Beamten wollen besonders osteuropäische Fernfahrer ansprechen, um Hinweise auf den Tatverdächtigen nach dem Mord in Kalletal zu bekommen.
Die Beamten wollen besonders osteuropäische Fernfahrer ansprechen, um Hinweise auf den Tatverdächtigen nach dem Mord in Kalletal zu bekommen. © Christian Müller / dpa

Der Mord geschah in der Nacht von Freitag auf Samstag (18. Juni). Wie die Staatsanwaltschaft mittlerweile bestätigte, hatte das 39-jährige Opfer ein Verhältnis mit der Ex-Freundin des Tatverdächtigen. Beide lagen im Bett, als der Tatverdächtige mit der Axt auf das Opfer einschlug. Anschließend zerrte er die 24-Jährige ins Badezimmer und vergewaltigte sie. Danach zwang er sie und ihre beiden kleinen Kinder in ein Auto, raste davon und kam schließlich in die Polizeikontrolle. Ihm gelang dennoch die Flucht.

Die Suche nach dem Mann aus Aserbaidschan geht weiter. Inzwischen gibt es einen internationalen Haftbefehl. Es sollen auch Flugblätter auf Deutsch, Tschechisch, Polnisch und Russisch entlang der A2 an Rastplätzen verteilt werden. So sollen laut einem Sprecher vor allem osteuropäische Fernfahrer angesprochen werden. Die Polizei vermutet, dass der Flüchtige versucht, Kontakt zu ihnen aufzunehmen, um seine Flucht fortzusetzen. Die Polizei warnt nach wie vor: „Sprechen Sie den Verdächtigen unter keinen Umständen an.“

Update vom 21. Juni, 21.30 Uhr: Der Täter ist nach wie vor auf der Flucht. Wie die Polizei mitteilt, bekamen die Ermittler der Mordkommission „Weser“ am Dienstagmittag (21. Juni) vielversprechende Hinweise zum Aufenthaltsort des 36-Jährigen, der am Wochenende einen anderen Mann mit einer Axt erschlagen hatte.

Die Fahndung hat sich dann auf ein ländliches Areal im Grenzbereich zu Niedersachsen konzentriert. Im Einsatz waren Hubschrauber, Diensthunde, Spezialeinsatzkräfte sowie Kräfte der Bereitschaftspolizei. Der mutmaßliche Täter ist jedoch nicht gefunden worden.

Update vom 20. Juni, 14.55 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod eines 39-jährigen Mannes in Kalletal im Kreis Lippe läuft die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter weiter auf Hochtouren. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Detmold wird international nach dem 36-Jährigen gefahndet. Laut Obduktionsergebnis von Sonntag soll er das Opfer mit einer Axt erschlagen haben. Der 39-Jährige sei sofort tot gewesen, so die Staatsanwaltschaft am Montag. Die Polizei bittet um Hinweise zu dem Mann auf der Flucht, warnt aber davor, ihn anzusprechen. Die Ermittler gehen davon aus, der er weiterhin zu Fuß unterwegs ist.

Großfahndung nach Tötung in Kalletal/NRW: Opfer mit Axt erschlagen

Bei einer Polizeikontrolle am Samstagmorgen war der Täter bei Rinteln aus einem Auto geflüchtet. Die 24-jährige Beifahrerin gab der Polizei den Hinweis auf den Toten in ihrer Wohnung. Sie soll zu einem früheren Zeitpunkt mit dem Tatverdächtigen liiert gewesen sein. Laut Staatsanwaltschaft lebt die 24-Jährige mit ihren Kindern aus einer anderen Beziehung in Kalletal.

Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen sich der mutmaßliche Täter und das Opfer über die Flüchtlingshilfe für Menschen aus der Ukraine kennengelernt haben. Der Tatverdächtige stammt laut Staatsanwaltschaft aus Aserbaidschan.

Großfahndung nach Tötung in NRW: Polizei sucht Mann - „Sprechen Sie ihn nicht an!“

[Erstmeldung] Kalletal (NRW) - Im Kreis Lippe kam es am Samstagmorgen zu einem Tötungsdelikt. Polizei und Staatsanwaltschaft halten sich noch bedeckt zu den Umständen der Tat in der Gemeinde Kalletal. Medien berichten von einem Tötungsdelikt in einem Mehrfamilienhaus. Der gesuchte Tatverdächtige soll seinen mutmaßlichen Nebenbuhler getötet haben und anschließend mit seiner Frau und den Kindern geflohen seien. In Berichten ist die Rede von einer Entführung der Familie.

Offiziell bestätigt ist davon wenig. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne man sich dazu nicht äußern, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Gewalttat sei eher zufällig bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle ans Licht gekommen.

Er habe zusammen mit einer Frau und zwei Kindern im Auto gesessen und sollte routinemäßig überprüft werden, schilderte der Polizeisprecher. Stattdessen sei der Mann geflüchtet und habe Frau und Kinder zurückgelassen. Die Frau habe angegeben, es sei im Umfeld ihrer Familie zu einem Tötungsdelikt gekommen. Mehr Details könne er dazu noch nicht nennen, sagte der Sprecher.

Tötungsdelikt in NRW: Tatverdächtiger wird gesucht

Seitdem läuft eine Großfahndung in NRW und auch im niedersächsischen Rinteln. Hubschrauber und ein SEK-Team waren im Einsatz.

„Sprechen Sie den Gesuchten bei Antreffen nicht an! Nehmen Sie in diesem Bereich bitte keine Anhalter mit“, warnt die Polizei. Personen, die den Tatverdächtigen kennen, die Kontakt zu ihm haben oder Hinweise zum jetzigen Aufenthaltsort geben können, werden gebeten, sich umgehend bei der Polizei zu melden.

Hinweise nimmt die Mordkommission „Weser“ bei der Polizei in Bielefeld unter Telefon 0521-545-0 oder an jede andere Polizeidienststelle unter 110 entgegen.

Weiterhin wird in NRW auch nach einem jungen Mann fahndet, der eine Frau mit mehr als 20 Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben soll. Zuletzt wurde er in Münster gesehen.

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