Rettungseinsatz

Großeinsatz im Rhein: Mann treibt bewegungslos auf Fluss - im Gummi-Flamingo

Spielende Kinder mit einem Flamingo aus Gummi
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Mit einem Gummi-Flamingo versuchte ein Mann den Rhein zu überqueren (Symbolbild).

Zeugen beobachten einen bewegungslosen Mann, der auf einem Gummi-Flamingo auf dem Rhein bei Bonn treibt. Das kommt ihnen merkwürdig vor. Es folgt ein beispielloser Rettungseinsatz.

  • Gefährliches Manöver im Rhein bei Bonn
  • Ein junger Mann wollte den Rhein überqueren
  • Er nutzte dafür ein denkbar ungeeignetes Gefährt

Ein junger Mann hat mit einem aufblasbaren Gummi-Flamingo den Rhein in Bonn überquert und so einen großen Rettungseinsatz im Rhein bei Bonn-Castell ausgelöst. Die Feuerwehr-Leitstelle sei am Montagabend gegen 20 Uhr von einem Passanten informiert worden, dass eine Person schlaff auf dem Flamingo liege und auf Ansprache nicht reagiere, berichtete ein Feuerwehrsprecher am Dienstagmorgen gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa).

Großalarm am Rhein bei Bonn: Polizei, Wasserschutzpolizei und Rettungshubschrauber im Einsatz

„Wir mussten davon ausgehen, dass die Person in Lebensgefahr schwebt“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem Bonner Generalanzeiger. Da solch eine Situation eine „Riesen-Gefahr“ sein könne, alarmierte die Leitstelle ein Großaufgebot - mit rund 45 Rettern und einem Hubschrauber. Im Einsatz waren Polizei, Wasserschutzpolizei, DLRG, Feuerwehren aus dem Rhein-Sieg-Kreis, der Stadt Bonn, Rettungsdienst, sowie ein Rettungshubschrauber alarmiert. 

Mann hatte den Rhein erfolgreich überquert - im Gummi-Flamingo

„Nach intensiver Suche“ sei dann der junge Mann gefunden worden, der den Fluss erfolgreich von der rechts- zur linksrheinischen Seite überquert hatte und wohlauf war. Ihm sei nachdrücklich gesagt worden, wie gefährlich die Aktion war, berichtete der Sprecher. Da er aber nichts Verbotenes getan habe, seien die Personalien nicht aufgenommen worden.

Schwimmen im Rhein und auch die Überquerung im Schlauchboot sind lebensgefährlich

Schwimmen im Rhein gilt wegen der starken Strömung des Flusses und der Sogwirkung, die Frachtschiffe auslösen können, als lebensgefährlich. Mit einem „nicht-manövrierfähigen“ Schlauchboot sei eine Fahrt auf dem Rhein ebenfalls sehr gefährlich, betonte der Feuerwehr-Sprecher. Im Einsatz waren nach Angaben der Feuerwehr Bonn 45 Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr, des Rettungsdienstes, der Freiwilligen Feuerwehr und der DLRG aus Bonn & Rhein-Sieg, sowie des Führungsdienstes. Für die Feuerwehr und den Rettungsdienst war der Einsatz gegen 20.40 Uhr beendet.

In diesem Fall gab es ein Happy-End. Immer wieder kommt es aber auch zu tragischen Unglücken auf deutschen Flüssen, wie das Schlauchboot-Drama im Rhein. Ein Hotelschiff stieß gegen einen Brückenpfeiler bei Duisburg. 129 Menschen waren an Bord.

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