Fassade wird geöffnet, um Glutnester zu finden / Luftmessungen in Arbeit

Brand in Anröchter Gewerbegebiet: Polizei hat Ursache und Sachschaden ermittelt

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[Update 12.57 Uhr] Anröchte - Nach dem Feuer an einem Betrieb im Anröchter Gewerbegebiet hat die Polizei am Mittwoch erklärt, wie es zu dem Brand kam und wie hoch sie den Sachschaden schätzt.

An der Dieselstraße unweit der B55 hat die Feuerwehr Anröchte auch mit Unterstützung der Kameraden aus Warstein  den Brand in einem Industriebetrieb gelöscht. Über die Notfall-Informations- und Nachrichten-App (NINA) war die Bevölkerung kurz nach 12 Uhr aufgefordert worden, Fenster und Türen wegen der Rauchentwicklung geschlossen zu halten.

Der Feuerwehr, die mit einem Großaufgebot zur Firma Wicon Industrietore ausgerückt war, war es in einem etwa einstündigen massiven Löschangriff gelungen, die Flammen einzudämmen und das Feuer so unter Kontrolle zu bringen. 

Feuerwehr bekämpft Brand in Anröchter Industriegebiet

Der zunächst über dem teilweise für Dachdeckerarbeiten eingerüsteten Hallenkomplex noch aufsteigende Rauch war schnell nur noch grau bis weiß gefärbt. 

Der Brand wurde mit zwei Drehleitern aus Erwitte und Belecke bekämpft.

Gebrannt hat es ausschließlich im Bereich des Daches. Allerdings soll auch noch die Fassade geöffnet werden, um mögliche Glutnester ausfindig machen zu können.

Die Ursache

Am Mittwoch bestätigte die Polizei: "Ursächlich für den Brand waren Dachdeckerarbeiten am Dachstuhl der Firma." Das stellten Brandsachbearbeiter der Kriminalpolizei am Mittwoch fest. 

Bei den Arbeiten der Dachdecker geriet der Dachstuhl in Brand und dehnte sich dabei auf weitere Teile des Gebäudes aus. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 200.000 Euro.

ABC-Erkunder kontrollieren Luft

Kreisbrandmeister Thomas Wienecke war ebenfalls nach Anröchte gekommen. Seitens der ABC-Erkunder wurden Luftmessungen durchgeführt, um eine Gefahr für die Bevölkerung ausschließen zu können. Gegen 13.40 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.

Auch Kreisbrandmeister Thomas Wienecke (l.) war vor Ort.

Einsatzleiter Rafael Schmidt, Feuerwehr Anröchte, ergänzte: "Der Brand ist jetzt gelöscht, wir können den Einsatz voraussichtlich in den nächsten zwei Stunden beenden."

Einsatzleiter Rafael Schmidt (l.)


Der sogenannte Massenanfall von Verletzten sei seitens der Kreisleitstelle vorsorglich ausgelöst worden, weil etwa 75 Beschäftigte in dem metallverarbeitenden Betrieb arbeiten. Die hätten den Brandort allerdings bereits größtenteils verlassen gehabt, als die Feuerwehr eintraf.

Drei Mitarbeiter im Krankenhaus

Möglicherweise aber hätten einige Mitarbeiter eine leichte Rauchgasintoxikation erlitten. Der Rettungsdienst habe alle Betroffenen untersucht und ihren Zustand für unkritisch befunden. Drei wurden dennoch vorsorglich ins Krankenhaus gefahren, ein vierter Mitarbeiter lehnte das ab.

Kräfte aus Anröchte müssen zu weiterem Brand

Als der Brand in Anröchte unter Kontrolle war, mussten viele Kräfte umgehend nach Lippstadt. Dort war es in einer Werkstatt zu einem Großbrand gekommen. Auch in diesem Fall konnte mittlerweile eine Ursache ermittelt werden.

Erst am Sonntagabend hatte ein Großbrand in einer Galvanik in Iserlohn die Feuerwehr in Atem gehalten. Und am Donnerstag hatte es in Radevormwald ebenfalls einen Großbrand in einem Industriebetrieb gegeben.

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