Impfstoff wird vereinzelt knapp / Trend geht offenbar zur früheren Impfe

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Düsseldorf - Nach der Grippewelle des vergangenen Jahres lassen sich in diesem Jahr offenbar viele Menschen früher impfen. Vereinzelt wird in NRW schon der Impfstoff knapp.

Die frühe Nachfrage nach Grippe-Impfungen führt in den NRW-Praxen vereinzelt zu Impfstoffmangel. Im Rheinland habe es Einzelmeldungen von Praxen gegeben, die Impfstoff benötigten, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. 

Auch im Gebiet Westfalen-Lippe sei von einzelnen Ärzten ein Mangel berichtet worden, erklärte der Sprecher der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung. Die Apothekenverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe meldeten ebenfalls Engpässe in jeweils wenigen Apotheken. 

Ob es im Lauf der Grippesaison zu einem flächendeckenden Mangel in NRW kommen könnte, ließe sich noch nicht sagen, sagte Susanne Stöcker, Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). "Die Patienten haben in diesem Jahr möglicherweise viel früher angefangen, sich impfen zu lassen. Ob sich auch insgesamt mehr Menschen impfen lassen oder die Impfungen nur früher stattfinden, können wir noch nicht wissen."

Vermutlich mehr Menschen sensibilisiert

Sie hält die große Grippewelle in der vergangenen Saison für einen möglichen Grund für das aktuelle Interesse. Dadurch seien vermutlich mehr Menschen für das Thema sensibilisiert. 

Das PEI hat als zuständige Behörde in diesem Jahr bundesweit 15,7 Millionen Impfdosen freigegeben. Die Berechnung erfolgt auf Basis des Vorjahresverbrauchs. "Noch haben nicht alle der fünf Hersteller ihre Bestände abverkauft", sagte Stöcker. Außerdem sei davon auszugehen, dass sich noch Impfdosen auf dem Weg zwischen Großhandel, Apotheken und Praxen befänden. 

Bundesweit hätten sich bislang 1300 Praxen beim PEI gemeldet, die Impfstoff benötigten. In welchen Regionen größere Engpässe bestehen, werde noch geprüft. - dpa

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