Lob für Gemeinden

Gottesdienste in NRW: Lockerungen im Mai - so planen die Kirchen

Ab Mai sind in NRW wieder Gottesdienste möglich. Ministerpräsident Armin Laschet hat Lockerungen angekündigt. Nun beginnen die Planungen.

  • Wegen der Verbreitung des Coronavirus* war die Religionsfreiheit einige Woche eingeschränkt.
  • Kirchen durften keine Versammlungen durchführen und verzichteten auf Gottesdienste.
  • Jetzt gibt es in NRW Lockerungen - und Vorschläge der Kirchen, wie Gottesdienste aussehen könnten.

In NRW sind ab Mai wieder Gottesdienste möglich. Diese Lockerungen hat die Landesregierung um Ministerpräsident Armin Laschet angekündigt. Bund und Länder diskutieren am Freitag über diese Lockerung, berichtet wa.de*. Aber jetzt kommen die Religionsgemeinschaften ins Spiel. Sie sollen Vorschläge einreichen, wie man die Kirchen wieder öffnen kann.

Am 30. April werden Gottesdienste ein Thema bei der Besprechung der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sein. Neben den christlichen Kirchen werden auch Moscheen und Synagogen wieder schrittweise öffnen können.

Gottesdienste in NRW: Gemeinden verzichteten freiwillig

Die Kirchen in NRW nahmen das Signal der Landesregierung* positiv auf. "Ich freue mich sehr, dass wir ab dem 1. Mai wieder gemeinsam Gottesdienste feiern können", erklärte der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. "Wir werden damit sehr verantwortungsbewusst umgehen." Mitte März war neben diversen anderen Verboten* die Religionsfreiheit in NRW stark eingeschränkt worden, um die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen. Christlichen, jüdischen und muslimischen Gemeinden waren religiöse Zusammenkünfte untersagt. Offiziell verboten waren Gottesdienste nicht - die Gemeinden hatten dies aber zugesagt. "Die Religionsgemeinschaften und die Gläubigen haben mit ihrem selbstgewählten Verzicht auf gemeinsame Gottesdienste einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Eindämmung der Pandemie geleistet", erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP). Nun, so Stamp, könne man unter Regeln von Abstand und Schutz wieder zusammenkommen.

Eine Alternative zum klassischen Gottesdienst wurde am Flughafen Paderborn-Lippstadt gefunden. Dort gab es einen "Drive-In-Gottesdienst".

Gottesdienste in NRW: Abstand in Kirchen halten

Doch wie können nun Gottesdienste  in NRW ab Mai aussehen? Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat bereits einen Vorschlag unterbreitet, wie es in Zeiten des Coronavirus weitergehen könne. Die Bischöfe schlagen vor, Gottesdienste auf die Hauptschiffe der Kirchen zu beschränken. Die Besucher der Gottesdienste sollen zudem ausreichend Abstand halten. Am Eingang der Kirchen könne es zudem Zugangsbeschränkungen geben. Die Vertreter der Evangelischen Kirche hatten ebenfalls ein Papier erarbeitet. Den Inhalt wollte die Kirche allerdings nicht öffentlich machen.

Die Katholische Kirche plant zudem Weihwasserbecken leer zu lassen. Körbe für die Kollekte sollen nicht durch die Reihen der Besucher gegeben werden. Zudem sollen Gläubige wenn möglich ein eigenes Gesangsbuch mitbringen. Wenn die Kommunion ausgeteilt wird, müssen sich die Austeiler die Hände desinfizieren. Zudem sollen die Gläubigen hier bei der Ausgabe Abstand halten.

Gottesdienste in NRW: Hier wird es schwierig

Wenn es zu besonderen Gottesdiensten kommen, wollen die Kirchen in NRW besonders aufpassen - also bei Taufen, Hochzeiten oder Trauerfeiern. Die Erstkommunion wurde wegen des Coronavirus ohnehin - vorerst - auf den Herbst verschoben. Ob dieser Termin gehalten werden kann, wird das Jahr zeigen.

Möglich wäre auch ein Mundschutz, um andere Besucher der Gottesdienste zu schützen. Hier gilt in NRW ab Montag ohnehin eine Maskenpflicht*. Details wollen das Innenministerium und die Kirchen nun in den kommenden Tagen ausarbeiten.

*wa.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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