Paderborn-Lippstadt und Münster/Osnabrück

Germania am Boden - großes Bedauern bei den heimischen Flughäfen

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Die Flughäfen Paderborn-Lippstadt und Münster/Osnabrück sind unterschiedlich vom Germania-Aus betroffen.

Paderborn/Münster - Germania-Flugzeuge bleiben am Boden. Mitarbeiter wissen nicht, wie es weiter geht. Das sagen die heimischen Flughäfen Paderborn-Lippstadt und Münster/Osnabrück und das müssen Reisende wissen.

Bei den heimischen Flughäfen herrscht Bedauern. Nach der Air-Berlin-Insolvenz trifft es nun die Fluggesellschaft Germania. Die Mitarbeiter stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die Flughäfen Münster-Osnabrück und Paderborn-Lippstadt sind unterschiedlich vom Aus betroffen. Auch auf die Kunden hat es Auswirkungen.

"Mit großem Bedauern hat der Flughafen Münster/Osnabrück die Insolvenz der Fluggesellschaft Germania zur Kenntnis genommen", hieß es am Dienstagmorgen aus dem Münsterland. 

Auch am Flughafen Paderborn-Lippstadt erklärte ein Sprecher im Gespräch mit unserer Redaktion: "Diese Nachricht ist sehr bedauerlich. Wir wünschen den Kollegen alles Gute, dass sie wieder einen Arbeitsplatz finden." Zwar verliert der Markt durch das Germania-Aus Kapazitäten. Doch für den Flughafen in Büren habe die Insolvenz keine direkten negativen Auswirkungen. Die Erklärung dafür ist einfach: "Am Flughafen Paderborn-Lippstadt werden keine Germania-Flüge abgefertigt."

Germania-Aus: 26 Prozent Marktanteil am FMO

Am Flughafen Münster/Osnabrück sieht das anders aus. Im Jahr 2018 beförderte Germania dort insgesamt 269.000 Fluggäste. "Das entspricht einem Marktanteil in Höhe von 26 Prozent am Gesamtaufkommen am FMO (Flughafen Münster/Osnabrück, Anm. d. Red)", erklärte der Flughafen.

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Hoffnungsschimmer für Germania

„Germania hatte am 19.01. die Lösung der Finanzierungsfragen bekannt gegeben und wörtlich hinzugefügt, dass damit die mittel- und langfristige Perspektive gesichert sei. Knapp zwei Wochen später eine Insolvenz zu verkünden, verwundert doch sehr“, so FMO-Geschäftsführer Prof. Dr. Rainer Schwarz. 

Nach FMO-Angaben habe der Flughafen "seit Beginn der Germania-Krise" den permanenten Austausch mit den großen Reiseveranstaltern in Deutschland stark intensiviert. "Die Reiseveranstalter entscheiden schließlich über das touristische Programm." 

Germania-Aus: "Touristikprogramm sichern"

Man werde "nun alles daran setzen, gemeinsam mit den touristischen Partnern schnellstmöglich das Touristikprogramm am FMO zu sichern“, betonte Schwarz. 

Germania beantragt Insolvenz und stellt Flüge ein.

Germania hatte ihr Flugangebot in den vergangenen Jahren in Deutschland sukzessive ausgebaut. Im Zuge der Neuausrichtung des Touristikgeschäftes im Münsterland nach dem Weggang von Air Berlin habe der Flughafen "ganz bewusst auf eine deutliche Diversifizierung der Anbieter" Wert gelegt. Heißt: mehr Fluggesellschaften, weniger Abhängigkeit von wenigen.

Air Berlin hatte seinerzeit einen Marktanteil von über 60% am FMO. Heute ist die Verteilung mit Lufthansa (36 %), Germania (26 %), SunExpress (15 %), Eurowings (10 %) und Laudamotion (5 %) deutlich ausgeglichener. 

Laut Flughafen erhalten Fluggäste, die im Rahmen einer Pauschalreise einen Flug mit Germania gebucht haben, automatisch eine Ersatzbeförderung durch den Reiseveranstalter.

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