Geschmackloses Souvenir

Mann hat makaberes Mitbringsel im Gepäck: Siam-Krokodil als Geldbörse

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Das Jungkrokodil wurde zu einer großen Geldbörse verarbeitet. Das ganze Bild öffnet sich beim Klick auf das Symbol oben rechts.

Düsseldorf - Zöllner am Düsseldorfer Flughafen haben bei einer Gepäckkontrolle in die Augen eines seltenen Siam-Krokodils geblickt.

Das tote Jungkrokodil sei zu einer größeren Geldbörse verarbeitet worden, berichtete ein Zollsprecher am Mittwoch. Ein 47-jähriger Gelsenkirchener hatte bei seiner Rückkehr aus Vietnam das geschmacklose Mitbringsel im Gepäck - alle Details des Jungkrokodils, etwa die Vorder- und Hinterbeine, sind gut zu erkennen. Der Kopf war mit Glasaugen versehen. Der Mann aus Gelsenkirchen war nach Mitteilung des Hauptzollamtes Düsseldorf über Dubai zurück geflogen.

Siam-Krokodile seien vom Aussterben bedroht und deswegen besonders streng geschützt, teilte Zollsprecher Fabian Pflanz mit. "Siam-Krokodile stehen nicht nur auf der Roten Liste für kritisch gefährdete Arten und sind damit vom Aussterben bedroht, sondern fallen zudem auch unter Anhang I des Washingtoner Artenschutzübereinkommens und sind damit unter weltweiten Schutz gestellt." Derzeit werde die Zahl der noch lebenden Tiere auf unter 1000 Exemplare geschätzt. 

Die Zöllner am Düsseldorfer Flugahafen beschlagnahmten das makabere Souvenir. Der Gelsenkirchener, der es im Gepäck hatte, wird es auch nicht wiederbekommen.

Lesen Sie hier, welche Zollbestimmungen für Souvenirs gelten

Das präparierte Krokodil wurde beschlagnahmt und gegen den 47-Jährigen ein Strafverfahren eingeleitet - wegen der Einfuhr verbotener Gegenstände und Verstoßes gegen die Artenschutzverordnung. Die Geldbörse wird der Mann übrigens laut Zoll nicht zurück erhalten. - dpa/eB

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