1. wa.de
  2. NRW

Spur zu Geldautomaten-Sprengern? Polizei nimmt Helfer fest - viele Taten in NRW

Erstellt:

Kommentare

Angriff auf Geldautomaten
Schaden in Höhe von zwei Millionen Euro soll die Bande verursacht haben, die sich 17 Mal ein Auto geliehen hat. © Patrick Pleul/zb/dpa

Die niederländische Polizei hat Helfer einer Bande festgenommen, die es auf Geldautomaten abgesehen hat - überdurchschnittlich oft in NRW.

Gronau - Die niederländische Polizei hat am Donnerstag (12. Mai) zwei Männer aus dem Raum Enschede festgenommen. Die Männer sollen einer Bande von Geldautomaten-Sprengern in mindestens 17 Fällen ein Auto vermietet haben.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Spur zu Geldautomaten-Sprengern? Polizei nimmt Helfer fest - viele Taten in NRW

Geldautomaten werden in NRW regelmäßig gesprengt. Alleine in einer Januar-Nacht hatten unbekannte Täter mehrere Geldautomaten in kurzer Zeit in die Luft gesprengt - in Schalksmühle, Jüchen, in Oberhausen und in Engelskirchen entstanden starke Schäden. Im März hinterließen die Täter ein Trümmerfeld in Hagen-Bathey, dort sprengten sie Unbekannten einen Automaten in einem Real-Markt. Ob es sich dabei um die gleichen Täter handelt, ist unklar - häufig führt die Flucht allerdings in Richtung der niederländischen Grenze.

Die Täter, die sich im Raum Enschede das Auto geliehen haben, sollen unter anderem für Sprengungen in Gelsenkirchen, Dortmund und Wesel, aber auch in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland verantwortlich sein, heißt es von der Polizei.

Geldautomaten-Sprengung: Täter erbeuten knapp eine Million Euro

Sie erbeuteten knapp eine Million Euro und verursachten Schäden in Höhe von knapp zwei Millionen Euro. Im Zusammenhang mit dem Fall seien am Donnerstag auch fünf Häuser, Wohnungen, Büros und Geschäftsobjekte in Gronau und in Enschede durchsucht worden, teilte das Bundeskriminalamt am Donnerstag in Wiesbaden mit.

Die Fallzahlen von Geldautomatensprengungen hätten 2021 auf einem ähnlichen Niveau wie 2020 gelegen, so das BKA. Ein Schwerpunkt der Taten lag demnach in NRW, aber auch die Länder Niedersachsen und Hessen waren überdurchschnittlich oft betroffen. Ab dem letzten Quartal 2021 beobachtete das BKA einen erneuten Anstieg der Fallzahlen. „Dieser Trend setzt sich - ebenso wie die vermehrte Verwendung von Explosivstoffen - bislang auch im Jahr 2022 fort.“ (mit dpa-Material)

Auch interessant

Kommentare