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Geisterfahrer auf der A45 kracht frontal in Lkw - Polizei gibt weitere Details bekannt

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Von: Kai Osthoff

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Geisterfahrer auf der A45 prallt frontal in Lkw - Mann lebensgefährlich verletzt
Ein Geisterfahrer prallte auf der A45 frontal in einen Lastwagen. © Kai Osthoff

Ein Geisterfahrer ist auf der A45 im Kreis Olpe schwer verletzt worden. Die Polizei hat nun einige Details zu dem verheerenden Unfall mitgeteilt.

Update vom 17. Dezember, 21.06 Uhr: Die Polizei Dortmund hat sich nochmals zu dem schweren Unfall mit einem Geisterfahrer am frühen Freitagmorgen auf der A45 geäußert. Der 58-jährige Geisterfahrer stammt demnach aus Lüdenscheid. Nachdem er aus dem Autowrack befreit worden war, brachten Rettungskräfte den schwer verletzten Mann ins Krankenhaus. Der 58-jährige Lkw-Fahrer aus Münster, in dessen Fahrzeug der Autofahrer frontal gekracht war, kam mit dem Schrecken davon, wie die Polizei am Abend erste Erkenntnisse bestätigt.

AutobahnA45
Länge257 km
BundesländerNordrhein-Westfalen; Hessen; Bayern

Inzwischen hat die Polizei auch Zeugenaussagen ausgewertet und teilt zum Unfallhergang folgendes mit: Der Autofahrer befuhr um 3.48 Uhr die A45 in Richtung Frankfurt. Nachdem er zunächst einer bestehenden Ableitung an der Anschlussstelle Siegen-Süd für einige hundert Meter folgte, wechselte er aus bislang ungeklärter Ursache wenig später zurück auf die Hauptfahrbahn. Dabei umfuhr er zwei Warnbarken und gelangte so in den eigentlich abgesperrten Baustellenbereich. Durch Handzeichen versuchten Mitarbeiter der Autobahnmeisterei noch auf die Situation aufmerksam zu machen. Eine Reaktion folgte jedoch nicht.

Geisterfahrer auf der A45 prallt mit Pkw in Lkw - Polizei äußert sich

Geisterfahrer auf der A45 kracht frontal in Lkw - Polizei gibt weitere Details bekannt
Wieso der Mann mit seinem Audi auf der Autobahn drehte und als Geisterfahrer weiterfuhr, muss die Polizei noch ermitteln. © Kai Osthoff

Im Bereich der Talbrücke Rinsdorf stoppte der Fahrer seinen Audi in Höhe weiterer Mitarbeiter und wendete ihn. Er setzte seine Fahrt nun entgegengesetzt in Richtung Dortmund fort. Dabei nutzte er den aus seiner Sicht rechten Fahrstreifen. Auf seinem Weg passierte er zwei Streifenwagenbesatzungen, den ersten Höhe des Rastplatzes Lindenberg, den zweiten an der Anschlussstelle Freudenberg. Trotz eingeschalteten Blau- und Warnblinklichts zeigte der Fahrer weiterhin keine Reaktion.

Auf Höhe der Talbrücke Ottfingen kam es dann zu einem Frontalzusammenstoß. Der Autofahrer stieß mit der Sattelzugmaschine des 58-Jährigen aus Münster zusammen, der soeben zum Überholen angesetzt hatte.

Die Autobahn musste nach dem Zusammenstoß in Fahrtrichtung Frankfurt komplett gesperrt werden. Nach ersten Reinigungs- und Bergungsmaßnahmen wurde der Verkehr über den Seitenstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt, bevor alle Fahrspuren um 9 Uhr wieder befahrbar waren.

Neben dem Lkw und dem Pkw wurde laut Polizei auch der Lkw eines 50-Jährigen aus Polen beschädigt, der sich während des Unfalls auf gleicher Höhe befand.

Update vom 17. Dezember, 9.06 Uhr: Die Autobahnpolizei hat weitere Details zum verheerenden Unfall mit einem Geisterfahrer auf der A45 mitgeteilt. Nach ersten Erkenntnissen war der 58-jährige Audi-Fahrer aus dem Märkischen Kreis zunächst korrekt in Fahrtrichtung Frankfurt unterwegs. Bei Siegen wurde der Verkehr dann aufgrund einer Baustelle von der Autobahn abgeleitet. Dies missachtete der Mann und fuhr weiter. Als er dann von der Autobahnmeisterei auf seinen Fehler hingewiesen worden war, drehte der Fahrer seinen Audi und fuhr in entgegengesetzte Richtung davon.

Die Polizei wurde über den Geisterfahrer in Kenntnis gesetzt und versuchte den Verkehr in Fahrtrichtung Frankfurt auszubremsen. Vor der von einem Streifenwagen angeführten Verkehrskolonne befanden sich aber noch Fahrzeuge. Als ein Lkw zum Überholen ansetzte und auf die linke Spur wechselte, kam es zum Unfall: Der Geisterfahrer krachte frontal in den Lastwagen.

Einige Umstände zu dem Unfall auf der A45 sind noch nicht geklärt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Staatsanwaltschaft hat unter anderem eine Blutprobe des schwer verletzten Autofahrers angeordnet.

Geisterfahrer auf der A45 kracht frontal in Lkw - Polizei gibt weitere Details bekannt
Der Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall nur leicht verletzt. © Kai Osthoff

Geisterfahrer auf der A45 prallt frontal in Lkw - Mann lebensgefährlich verletzt

[Erstmeldung] Wenden - Wieder ein schwerer Autobahn-Unfall in NRW: Ein Audi-Fahrer soll laut Polizei als Geisterfahrer in Siegen auf die A45 gefahren sein. Kurz vor dem Parkplatz „Großmicke“ bei Wenden in Fahrtrichtung Frankfurt prallte er frontal in einen Lastwagen.

Der Lastwagen schlug in die Mittelschutzplanke aus Beton und schliff dort einige Meter entlang. Der Audi prallte ebenfalls gegen die Betonwand. Bei der Kollision wurde der Autofahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät befreit werden.

Nachdem der Rettungsdienst den Patienten stabilisiert hatte, wurde zusammen mit Feuerwehr eine Sofortrettung durchgeführt. Der Autofahrer schwebt in Lebensgefahr. Der Lkw-Fahrer wurde laut Polizei nur leicht verletzt.

Zwischenzeitlich war die Fahrbahn in Richtung Süden vollgesperrt. Der Verkehr staute sich auf 7 Kilometern ab dem Kreuz Olpe-Süd. Rund 40 Kilometer weiter nördlich ist die A45 bei Lüdenscheid voll gesperrt.

Erst am Donnerstag hatten sich auf den Autobahnen in NRW mehrere Unfälle ereignet. Auf der A1 krachte ein Lkw in ein Stauende - eine Person starb, zwei schweben in Lebensgefahr. Fast den ganzen Tag gesperrt war die A2 bei Hamm: Ein Gefahrgut-Lkw verlor Kohlenstaub, die Autobahn musste aufwendig gereinigt werden. Zudem ereigneten sich zwei weitere Unfälle.

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