Geflügelpest

Vogelgrippe in NRW: Hochsauerlandkreis mit Stallpflicht für sämtliches Geflügel

Die Geflügelpest - auch Vogelgrippe genannt - ist in NRW angekommen. Der Hochsauerlandkreis hat sich jetzt zum Thema Stallpflicht geäußert.

NRW - In Nordrhein-Westfalen mussten bislang 200.000 Tiere nach einem Nachweis der Geflügelpest mit dem Virus H5N8 in acht Beständen getötet werden. Die auch Vogelgrippe genannte Geflügelpest ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vorkommt. Bei Hühnern und Puten werden nach Angaben des NRW-Umweltministeriums die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet - teilweise bis zu 100 Prozent. Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft. In NRW gilt bereits in mehreren Regierungsbezirken eine Aufstallungspflicht: in den Regierungsbezirken Detmold, Arnsberg und Münster.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Geflügelpest/Vogelgrippe in NRW: Hochsauerlandkreis (HSK) zur Stallpflicht

Der Hochsauerlandkreis hat sich in einer Pressemitteilung nun auch zum Thema Stallpflicht geäußert. Es geht darum, die Dynamik der Seuchenentwicklung zu stoppen. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, hat der Veterinärdienst ab sofort für den HSK eine Stallpflicht für sämtliches Geflügel angeordnet. Diese ist der Mitteilung zufolge umgehend umzusetzen. „Dies gilt auch für private Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter“, heißt es.

Auch zur Umsetzung hat der Hochsauerlandkreis sich geäußert. „Dort, wo eine Aufstallung nicht möglich ist, muss das Geflügel unter einer Schutzvorrichtung gehalten werden, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten, dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung (beispielsweise einem Netz oder Drahtgitter von nicht mehr als 25 Millimeter Maschenweite) bestehen muss“, heißt es.

Geflügelpest/Vogelgrippe in NRW: Mehrere Ausbruchsgeschehen

Die Geflügelpest breitet sich nicht nur in der Wildvogelpopulation aus, sondern auch in Geflügelbeständen. Im Hochsauerlandkreis hat es bereits ein Ausbruchsgeschehen gegeben. Am 19. März wurde Geflügelpest-Ausbruch in einer Putenhaltung in Eslohe-Cobbenrode (HSK) bestätigt, weshalb das Veterinäramt dort einen Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet einrichtete. Ein weiteres sogenanntes Anschlussbeobachtungsgebiet wurde in Marsberg-Meerhof festgelegt, da in der Gemeinde Lichtenau im Kreis Paderborn am 3. März die Vogelgrippe bestätigt wurde. Durch einen Ausbruch (26. März) in Menden (Märkischen Kreis) gilt auch im Bereich der Stadt Arnsberg ein Anschlussbeobachtungsgebiet.

Die Geflügelpest greift auch in NRW um sich.

Das Kreisveterinäramt des Hochsauerlandkreises hat wegen der Seuchendynamik auch die Durchführung von Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten oder Veranstaltungen für Geflügel ähnlicher Art verboten.

Geflügelpest/Vogelgrippe in NRW: Sorgen um Belieferung mit Ostereiern nicht nötig

Sorgen um die Belieferung mit Eiern über Ostern müssten Verbraucher übrigens nicht haben, wie die zuständige NRW-Umwelt-Ministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) sagte. Dazu sei die Zahl der betroffenen vier Betriebe mit Legehennen zu klein. Allein in NRW gibt es nach ihren Angaben 38 Betriebe mit 7 Millionen Legehennen. „Wir müssen uns keine Sorgen ums Osterei machen, aber um die Betriebe und Tiere“, sagte Heinen-Esser.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Roland Weihra

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