Gaswolke verletzt 18 Menschen in Industriegebiet von Wülfrath

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Rettungskräfte stehen auf dem Gelände eines Chemieunternehmens in Wülfrath.

WÜLFRATH - Durch austretendes Gas sind am Donnerstag in einem Gewerbegebiet in Wülfrath im Bergischen Land 18 Menschen verletzt worden. Die Rettungsdienste rückten zu einem Großeinsatz aus: Etwa 130 Polizisten, Feuerwehrleute und Mitarbeiter der Rettungsdienste waren beteiligt.

Am Mittag gaben die Behörden Entwarnung. "Messungen ergaben, dass keine Gefahr besteht", sagte eine Sprecherin des Kreises Mettmann.

Das giftige Phenolgemisch war gegen 7.40 Uhr entwichen, als in einem Chemiebetrieb Überdruck in ein Auffangbecken geleitet wurde. Die Verletzten arbeiten allesamt in anliegenden Betrieben. Sie klagten über Reizungen der Augen und Atemwege. "Fünf Verletzte wurden zur weiteren Untersuchung in zwei Krankenhäuser gebracht", sagte Reinhard Schneider, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Wülfrath.

Vier Stunden nach dem Alarm wurde die Sperrung des Gewerbegebietes wieder aufgehoben. Um die Wolke zu verfolgen, hatten die Einsatzleiter auch einen Hubschrauber aufsteigen lassen. Nach Angaben der Stadt waren keine Wohngebiete betroffen. "Die Gaswolke hat sich verzogen", sagte der Leiter des Ordnungsamtes.

Die Verwaltung der Fachwerk-Stadt richtete eine Hotline für Anfragen ein. Bei dem Mammuteinsatz war allein die Feuerwehr mit 41 Fahrzeugen angerückt, die Polizei riegelte mit 50 Mann die Straßen ab. Phenol ist eine chemische Grundsubstanz, die unter anderem in Lacken und vielen Kunststoffen enthalten ist. - lnw

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