Gaffer-Vorfall

Frau wird von Straßenbahn angefahren - Jugendliche zückt ihr Handy und drückt ab: Polizei greift durch

Als die Verletzte in den Rettungswagen gebracht wurde, zückte eine 17-Jährige ihr Handy und fotografierte sie.
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Als die Verletzte in den Rettungswagen gebracht wurde, zückte eine 17-Jährige ihr Handy und fotografierte sie. (Symbolfoto)

Bei einem Zusammenstoß mit einer Straßenbahn ist am Montagmorgen auf dem Wambeler Hellweg eine Fußgängerin verletzt worden. Weil eine junge Gafferin die Verletzte fotografiert hatte, musste die 17-Jährige anschließend ihr Mobiltelefon an die Polizei abgeben.

  • In Dortmund wurde eine Frau von einer Straßenbahn angefahren.
  • Eine Jugendliche fotografierte sie mit ihrem Handy und verschickte das Bild.
  • Die Polizei griff sofort durch.

Dortmund - Der Unfall, bei dem eine junge Gafferin negativ auffiel, ereignete sich laut Angaben der Polizei Dortmund gegen 7.20 Uhr an der Haltestelle "Rüschebrinkstraße". Dort wollte ersten Zeugenangeben zufolge eine 57-jährige Dortmunderin die Bahnschienen von Norden nach Süden überqueren, um die Bahn in Richtung Wickede zu erreichen. "Dabei übersah sie offenbar die von links herannahende Bahn in Richtung Westentor. Diese erfasste die Frau trotz sofort eingeleiteten Bremsmanövers und sie stürzte zu Boden", erklärte Polizeisprecherin Nina Kupferschmidt.

Die 57-Jährige kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Während der Rettungsmaßnahmen fiel eine 17-jährige Dortmunderin den eingesetzten Polizeibeamten negativ auf: "Als die Fußgängerin in den bereitstehenden Rettungswagen gebracht wurde, machte diese - nicht ganz so heimlich wie sie offenbar dachte - ein Foto von der Verletzten. Erste Recherchen der Beamten ergaben zudem, dass das Foto offenbar auch direkt verschickt worden war", hieß es.

Die Polizisten stellten das Mobiltelefon sicher. Die 17-Jährige erwartet nun eine Anzeige wegen des Verdachts der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen.

Ein Autobahn-Polizist hat im Interview mit unserer Redaktion eine wichtige und eindringliche Botschaft in Richtung von Unfallgaffern gerichtet.

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