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Bußgeld droht: Vielen Autofahrern in NRW läuft die Frist ab

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Von: Daniel Großert

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Vielen Autofahrern droht ein Bußgeld, wenn sie nicht schnell handeln. Eine wichtige Frist läuft in NRW in wenigen Wochen ab. Darum geht es konkret.

Hamm - Rasen, Falschparken, Telefonieren am Steuer: Die Gründe, warum Autofahrer in Nordrhein-Westfalen ein Bußgeld bezahlen müssen, sind vielfältig. Schon bald könnte für Hunderttausende eine neue Strafe dazu kommen. Eine wichtige Frist läuft in wenigen Wochen ab. Doch möglicherweise sind Sie jetzt schon zu spät dran.

LandDeutschland
HauptstadtBerlin
Bevölkerung83,02 Millionen (2019)

Frist läuft ab: Hunderttausenden Autofahrern in NRW Bußgeld

Der „Lappen“ ist bald Geschichte: Die Führerscheine, die früher noch in Papierform ausgestellt wurden, müssen in den nächsten Jahren umgetauscht werden. Aber auch neuere Scheckkarten müssen in Zukunft durch neue Versionen ersetzt werden. Der Bundesrat hatte das schon 2019 auf Grundlage der Dritten EU-Führerscheinrichtlinie beschlossen, insgesamt sind mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Doch nun wird es für die ersten Autofahrer ernst. Wie lange sie Zeit haben, hängt davon ab, in welchem Jahr sie selbst geboren wurden und wann ihr Führerschein ausgestellt wurde.

Die Menschen der Geburtsjahrgänge 1953 bis 1958, die noch einen alten „Lappen“ in Papierform haben, sind als erste dran und müssen ihren Führerschein bis zum 19. Januar 2022 umtauschen. In den Folgejahren folgen zunächst die weiteren Jahrgänge mit Papierführerscheinen.

Danach sind auch die Autofahrer an der Reihe, die eine vor dem 18. Januar 2013 ausgestellte Scheckkarte haben. Für Bürger, die vor 1953 geboren sind und noch einen Papier-Lappen haben, gilt eine Frist bis zum 19. Januar 2022. Wer seinen Führerschein nicht rechtzeitig umtauscht und erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von zehn Euro rechnen, wie die Bundesregierung erklärte. Zudem kann es mit einem abgelaufenen Dokument im Ausland zu Problemen kommen.

Führerschein umtauschen: Erste Frist läuft ab - ist es schon zu spät?

Möglicherweise sind die Autofahrer aus NRW, die bislang noch keinen neuen Führerschein beantragt haben, aber jetzt schon zu spät dran. Wie die WAZ berichtet, sind viele Straßenverkehrsämter im Ruhrgebiet aktuell nicht nur wegen Corona überlastet. Entsprechend könne die Bearbeitung der Anträge dauern. Und die Bundesdruckerei in Berlin muss die neue Karte ja auch noch produzieren. Alleine dafür werden rund drei Wochen veranschlagt.

Viele Städte und Kreise weisen darauf hin, dass für den Umtausch des Führerscheins zwingend ein Termin vereinbart werden muss. Doch zum Teil sind laut WAZ erst nach Ablauf der Frist wieder welche frei.

Ein Auto fährt innerorts über eine Straße.
Hunderttausenden Autofahrern in NRW droht schon bald ein Bußgeld, wenn sie nicht handeln. Eine wichtige Frist läuft im Januar ab. Darum geht es. © Julian Stratenschulte/dpa

Eine Sorge, die vor allem ältere Autofahrer haben, ist aber unbegründet: Um seinen Führerschein umzutauschen, muss niemand einen Gesundheitstest oder gar eine neue Fahrprüfung absolvieren. Wer die Frist im Januar verpasst, muss ebenfalls keine Angst haben, dass er nicht mehr Auto fahren darf: Zwar muss man das angesprochene Bußgeld bezahlen, doch die eigentliche Fahrerlaubnis verliert man nicht. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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