Amtsanmaßung

Falscher Polizist führt Verkehrskontrolle durch - „Führerschein, bitte“

Eine Polizeikelle wird am Straßenrand hochgehalten.
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EIn Unbekannter hat sich als Polizist ausgegeben und eine Autofahrerin kontrolliert. (Symbolbild)

„Führerschein und Fahrzeugschein bitte“: Ein unbekannter Mann hat sich als Polizeibeamter ausgegeben und eine Autofahrerin angehalten. Er hielt der Frau vor, „viel zu schnell gefahren“ zu sein.

Fröndenberg - Als die Kelle rot aufleuchtet, lenkt eine 38-jährige Frau in Fröndenberg ihren Wagen an den Straßenrand. Ein Mann, zivil gekleidet, erscheint an ihrem Autofenster, sagt, er sei Polizeibeamter. Einen Namen nennt er nicht, auch einen Dienstausweis bekommt die Autofahrerin nicht zu sehen. Der Mann sagt, sie habe die Höchstgeschwindigkeit überschritten, sei „viel zu schnell“ gefahren.

Der vermeintliche Polizist verlangt Führer- und Fahrzeugschein. Die 38-Jährige zögert nicht, händigt die Dokumente aus. Der Unbekannte geht zu seinem Fahrzeug, einem weißen Kleinwagen, kehrt nach kurzer Zeit zurück und sagt, es sei alles in Ordnung, die Frau dürfe ihre Fahrt fortsetzen. Immerhin: Ein Knöllchen stellt der angebliche Beamte nicht aus.

Unbekannter gibt sich als Polizist aus: Autofahrerin kommen Zweifel

Erst später an diesem Mittwoch kommen der Frau aus Fröndenberg Zweifel an der Identität des Unbekannten. Sie wendet sich an die „richtige“ Polizei, die schnell ermittelt, dass von Seiten der Kreispolizeibehörde an diesem Tag keine Kontrolle in der Straße „Im Wiesengrund“ in Fröndenberg durchgeführt wurde. Sie leitet ein Strafverfahren wegen Amtsanmaßung ein.

Der Mann wird als

  • 1,75 bis 1,77 Meter groß und schlank beschrieben,
  • er soll kurze, blonde Haare haben und
  • ein graues T-Shirt getragen haben. Trotz der niedrigen Außentemperatur hatte er keine Jacke an.
  • Er fuhr einen weißen Pkw.

Polizei warnt: Zivile Einsatzkräfte zeigen Dienstausweis

Die Polizei warnt: Zivile Einsatzkräfte geben sich in Kontrollsituationen mit Dienstausweisen zu erkennen. Für den Fall, dass jemand ein Verwarngeld kassieren will: Die Bezahlung erfolgt bei der echten Polizei nicht mehr in bar, sondern per Kartenzahlung.

Zeugen oder Geschädigte, die Angaben zu der unbekannten Person machen können, von dem Mann angehalten und zur Entrichtung eines Verwarnungsgeldes aufgefordert wurden, werden gebeten, sich an die Wache Unna unter der Rufnummer 02303-921 3120 zu wenden.

Vor allem Telefonbetrüger geben sich häufig als Polizisten aus und versuchen, sich so das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen. Die Polizei warnte rund um den Black Friday vor Fakeshops und anderen Abzock-Methoden im Netz.

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