Innungschef mit Vorschlag

Friseure klagen im Corona-Lockdown: Kunden machen Druck und drohen

Die Friseure dürfen im Corona-Lockdown nicht öffnen. Jetzt spricht ein Innungschef von Kunden-Druck und Drohungen. Er hat einen Vorschlag.

Dortmund - Obwohl Friseursalons wegen des Lockdowns in der Coronavirus-Pandemie in Nordrhein-Westfalen geschlossen haben, pochen viele Kunden auf einen guten Haarschnitt vom Profi. Die Friseure gerieten unter Druck, weil die Kunden immer häufiger anrufen und darum bitten, „mal eben schnell“ die Haare geschnitten zu bekommen, teilte die Friseur-Innung Dortmund und Lünen mit. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohnerca. 17,9 Millionen
MinisterpräsidentArmin Laschet

Friseure im Corona-Lockdown: Kunden machen Druck wegen Schließung

„Vermeintlich gute Stammkunden drohen sogar damit, sonst nie wiederzukommen“, erklärte der Innungs-Obermeister Frank Kulig. Man stehe hierbei zwischen den Stühlen. „Einerseits können wir alle verstehen, die sich in diesen Zeiten nach etwas Normalität sehnen, andererseits sind unsere Betriebe fest der Corona-Verordnung verpflichtet.“ Auch Kundenbesuche samt Haarschnitt seien für Friseure nach den Corona-Regeln verboten.

Die Friseursalons sind - wie andere Teile der Wirtschaft auch - noch bis zum Ende Januar geschlossen. Mit Blick auf Terminanfragen für Februar zeigte sich Kulig skeptisch, ob die Friseure dann wieder aufmachen könnten - möglicherweise müssten die Termine wieder abgesagt werden.

In der Politik gibt es Überlegungen, die Beschränkungen zu verlängern und sogar noch zu verschärfen. Der Branchenvertreter betonte, dass „viele Betriebe derzeit massiv unter finanziellem Druck stehen“.

Friseure im Corona-Lockdown: Forderung nach Sonntagsarbeit

Kulig plädierte dafür, nach einem Ende der Schließungen Sonntagsarbeit zuzulassen. „Warum ist es nicht möglich, im Rahmen flexibler Öffnungszeiten bis in die Abendstunden und auch an Wochenende, zum Beispiel auch sonntags, die Haare zu schneiden?“, fragte er.

„Schließlich sind sonntags auch Tankstellen, Bäcker und Blumenläden geöffnet.“ Dann könnten die Fiseursalons Teile ihrer Verluste wieder ausgleichen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Harald Tittel

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