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Friseure in NRW werden teurer - Und das ist nicht die letzte Preiserhöhung

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Der Besuch beim Friseur wird bald mehr Geld kosten. Gründe gibt es dafür etliche. Und es werden noch weitere Preiserhöhungen folgen.

Hamm - Die aktuelle Weltlage sorgt dafür, dass vieles teurer wird. Auch Friseure mussten bereits Anpassungen bei den Preisen vornehmen. In den Salons in NRW kommt es nun erneut zu Preiserhöhungen. Grund dafür sind die hohe Inflation, die Corona-Pandemie und der Ukraine-Konflikt. Kunden sollten aber nicht glauben, dass es mit dem neuen Anstieg der Kosten erledigt ist. Auch in Zukunft wird bei den Friseuren an der Preisschraube gedreht.

Friseure in NRW werden teurer: Es wird nicht die letzte Preiserhöhung sein

Der Meinung ist zumindest ein Mann, der es wissen muss. Frank Kulig, Obermeister der Friseur-Innung Dortmund und Lünen, weist darauf hin, dass die Betriebskosten aufgrund der derzeitigen Weltlage gestiegen sind. Und obwohl viele Friseure bemüht sind, den Kunden günstige Preise zu bieten und daher mitunter scharf kalkulieren, kann nun eine Erhöhung der Preise nicht mehr verhindert werden.

„Jetzt ist allerdings ein Punkt erreicht, an dem wir die gestiegenen Kosten für Materialien und Energie auf unsere Endpreise umlegen müssen“, sagt Frank Kulig auf nachrichten-handwerk.de. Gerade qualitativ hochwertige Pflegeprodukte, Färbemittel und Kosmetika seien immens im Preis gestiegen und sorgen nun für wesentlich größere Betriebsausgaben.

In diesem Bereich zu sparen und auf günstigere Produkte zu setzen, wäre aber auch keine Option. Der Obermeister der Friseur-Innung ist sich sicher: „Unsere Kundinnen und Kunden vertrauen darauf, dass sie bei uns mit Sicherheit gute Produkte und handwerklich beste Leistungen bekommen.“ Das soll sich in Zukunft auch nicht ändern.

Der Besuch beim Friseur in NRW wird teurer: Steigende Betriebskosten sind der Grund

Wie stark genau die Erhöhung der Preise beim Friseur ausfallen wird, kann sich von Salon zu Salon stark unterscheiden. Einfluss darauf haben Standort und Auslastung der jeweiligen Filiale. Aber auch die gewünschte Leistung des Kunden spielt dabei eine Rolle. Frank Kulig beruhigt aber: Die Erhöhungen der Preise sollen so moderat wie irgendwie möglich ausfallen.

Weniger zuversichtlich ist der Obermeister, was zukünftige Preiserhöhungen anbelangt. So wird alleine die Erhöhung des Mindestlohns von 9,82 Euro auf 12 Euro für die Salons eine enorme Belastung sein - die mitunter erneut an die Kunden weitergereicht werden muss. Kulig hofft bei den Kunden aber auf Verständnis: „Wir wollen weiterhin alle Voraussetzungen schaffen, damit sich unsere Kundinnen und Kunden durch die Verwendung hochwertiger Produkte, die Beschäftigung qualifizierten Personals und durch die Einhaltung aller Hygienemaßnahmen bei uns sicher fühlen.“

Coronavirus - Bayern
Die Preise beim Friseur könnten bald ordentlich nach oben schnellen. © Armin Weigel/dpa

Da das Leben in vielen Bereichen teurer wird, soll zumindest die Nutzung von Bus und Bahn günstiger werden. Bald ist es sogar möglich, für wenig Geld durch ganz Deutschland zu reisen. Doch wo ist das 9-Euro-Ticket zu bekommen? Diese Frage müssen sich Kunden bald eventuell auch bei einem bestimmten Lebensmittel stellen. Denn nach Öl und Mehl wird nun ein weiteres Produkt knapp.

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