3G-Regel

Corona-Test für Friseur-Besuch in NRW? Regeln für Mitarbeiter gelockert

Die 3G-Regel gilt in NRW. Brauche ich damit nun einen Corona-Test für den Besuch beim Friseur? Für Mitarbeiter lockert das Ministerium die Maßnahme etwas.

Hamm - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten um NRW-Chef Armin Laschet haben sich beim jüngsten Corona-Gipfel auf neue Regeln verständigt. Ein wesentlicher Punkt dabei: Die „3G-Regel“, die besagt, dass Zutritt zu bestimmten Innenräumen nur hat, wer vollständig geimpft, genesen oder getestet ist. Für viele eine entscheidende Frage: Brauche ich jetzt beim Friseur einen Test? (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
MinisterpräsidentArmin Laschet

Friseur in NRW: Ist ein Corona-Test jetzt Pflicht?

Dem Gipfel-Beschluss zufolge sollen die Bundesländer die „3G-Regel“ spätestens ab dem 23. August in ihren Verordnungen festschreiben. Das Land NRW hat seine Corona-Schutzverordnung bereits überarbeitet und die Regeln dahingehend geändert. Sie gelten seit Freitag, 20. August.

Im wesentlichen handelt es sich dabei um eine Testpflicht, die Ungeimpfte verpflichtet, einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) oder einen negativen PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) vorzulegen, sofern sie gewisse Innenräume betreten wollen. Um die Frage nach dem Friseur-Besuch zu beantworten: Die neue Corona-Schutzverordnung von NRW sieht das auch für die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen vor - explizit auch beim Friseur.

Konkret hieß es in der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW, das „Angebote und Tätigkeiten nur noch von immunisierten oder getesteten Personen in Anspruch genommen, besucht oder ausgeübt“ werden dürfen. Damit waren also auch Mitarbeiter beim Friseur gemeint, wie das Gesundheitsministerium auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte.

Doch es hat wohl ein Umdenken stattgefunden. Denn wie das Ministerium unserer Redaktion mitteilte, sei Erleichterung vorsehen, „dass auch eine zweimal wöchentliche Teilnahme an einer Beschäftigtentestung unter Aufsicht reicht, um die Testpflicht zu erfüllen“, erklärte das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen wa.de*.

Gibt es für Kunden also gar keine Möglichkeit mehr, zum Friseur zu gehen, ohne geimpft, genesen oder eben negativ getestet zu sein? Das hängt von der Infektionslage in der eigenen Kommunen ab. Denn das Land NRW sieht vor, dass die „3G-Regel“ in einer Kommune ganz oder teilweise ausgesetzt werden kann, sofern die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 35 liegt.

Friseur-Besuch in NRW: Brauche ich einen negativen Corona-Test?

Wie lange die 3G-Regel beim Friseur nun gelten wird, ist ebenfalls noch nicht absehbar. Die Corona-Schutzverordnung gilt vorerst bis zum 17. September.

Neben dem Friseur-Besuch und anderen körpernahen Dienstleistungen wie Kosmetik oder Körperpflege gilt die 3G-Regel auch noch in anderen Lebensbereichen - ein Überblick:

  • Besuche im Krankenhaus, Alten- und Pflegeheim sowie in Einrichtungen der Behindertenhilfe (hier gilt die Regel immer, also auch bei einer Inzidenz unter 35)
  • Innengastronomie
  • Teilnahme an Veranstaltungen und Festen (z.B. Informations-, Kultur- oder Sportveranstaltungen) in Innenräumen
  • Sport im Innenbereich (Fitnessstudio, Schwimmbad, Sporthallen etc.)
  • Beherbergung (Test bei Anreise und zwei Mal pro Woche während des Aufenthalts)

Beim Bund-Länder-Gipfel sind noch einige weitere Beschlüsse gefasst worden - in NRW werden neuen Corona-Regeln für Geimpfte, Genesene und Ungeimpfte gelten. Laut Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist auch eine 2G-Regel - also Freiheiten nur für Geimpfte oder Genesene - denkbar. Das hätte Auswirkungen.

Rubriklistenbild: © Magdalena Troendle/dpa

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