Beim A-Liga-Spitzenspiel

Gewalt auf dem Fußballplatz: Spieler schlägt nach roter Karte auf Schiedsrichter ein

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Symbolfoto

[Update] Das Spitzenspiel A-Kreisliga Hochsauerland zwischen dem TV Fredeburg und Fatih Türkgücü Meschede wurde von einem gewalttätigen Zwischenfall überschattet: Ein Spieler sah im doppelten Sinne rot: Erst flog er vom Platz, dann schlug er den Schiedsrichter.

Bad Fredeburg - Das Spiel wurde am Donnerstagabend in Bad Fredeburg ausgetragen. Nach dem Abpfiff des Spiels, das 2:2 endete, sah ein Spieler von Fatih Türkgücü, ein 22-jähriger Mann aus Bestwig, "aufgrund einer Regelverletzung" die rote Karte, wie die Polizei erklärte. Wofür genau er einen Platzverweis erhielt, ist nicht bekannt. 

Der Spieler habe daraufhin das Spielfeld verlassen. Doch kurz darauf sei er dahin zurückgekehrt und auf Schiedsrichter Markus Isenberg losgegangen. "Der Spieler schlug dem Schiedsrichter zweimal mit der Faust gegen den Hinterkopf", berichtete Polizeisprecherin Laura Burmann. Der 35-jährige Referee aus Winteberg erlitt durch die Schläge leichte Verletzungen. 

Zwei Platzordner seien daraufhin eingeschritten, um die Situation zu beruhigen. Als die zwischenzeitlich alarmierte Polizei am Sportplatz eintraf, sei das auch schon der Fall gewesen.

Sportgericht entscheidet über Konsequenzen

Stefan Vollmer, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses, der selbst nicht vor Ort war, schilderte im Gespräch mit der Redaktion ebenfalls, dass sich die Situation - so habe er die Aussage von Schiedsrichter Markus Isenberg verstanden - nach dem Abpfiff zugetragen habe. Daher sei das Spiel nicht abgebrochen worden, sodass das Ergebnis von 2:2 gewertet würde. 

Welche Konsequenzen der Vorfall für den Spieler und seinen Verein haben wird, entscheide nun das Sportgericht, erklärte Vollmer. Laut der Rechts- und Verfahrensordnung des Westdeutschen Fußballverbands ist die Mindeststrafe für einen "tätlichen Angriff auf den Schiedsrichter oder einen -assistenten" eine Sperre von einem Jahr. Sie kann für bis zu drei Jahre ausgesprochen werden, in "besonders schweren Fällen" sogar bis zu acht Jahre. Aber auch zivilrechtlich könnte die Tat für den 22-Jährigen Konsequenzen haben: Die Polizei leitete ein Strafverfahren gegen den Bestwiger ein.

Die Tätlichkeit in Bad Fredeburg war nicht der erste Vorfall dieser Art in diesem Jahr, an dem Spieler von Fatih Türkgücü Meschede beteiligt waren: Im Januar war es beim Volksbanken WinterCup in Brilonzu Handgreiflichkeiten zwischen Spielern von Fatih Türkgücü und Azadi Spor Brilon gekommen. Einen Monat später flog ein Akteur der zweiten Mannschaft des Mescheder Vereins beim Felix-Cup in Eslohe nach einem brutalen Foul vom Platz, woraufhin er einen weiteren Spieler des Gegners niedertrat und es zu Tumulten auf dem Platz kam

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