Lautstarker Unmut

Polizeieinsatz bei Flüchtlings-Unterkunft: Aufstand gegen Quarantäne-Maßnahmen

Ein Polizeiauto von hinten.
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In der Erstaufnahmeeinrichtung in Unna-Massen kam es zu einem Aufstand vereinzelter Bewohner. (Symbolbild)

In einer Flüchtlings-Unterkunft in Unna kam es am Montagmittag zu einem Polizeieinsatz, da sich die Teile der Bewohner über die Maßnahmen der verlängerten Quarantäne beschwerten.

Unna - Rund 350 Bewohner befinden sich in einer Flüchtlings-Unterkunft in Unna seit zwei Wochen in Quarantäne. Am Dienstag wäre die Maßnahme beendet gewesen, doch nun muss die durch das Coronavirus ausgelöste Quarantäne um weitere 14 Tage verlängert werden. Das wollten viele Bewohner nicht hinnehmen und machten lauthals ihren Unmut kund. Mehrere Personen drohten damit, das Gelände zu verlassen, berichtet der Stadtspiegel Kamen.

Polizeieinsatz bei Flüchtlings-Unterkunft: Lage beruhigt sich durch Polizei-Präsenz

Die Bewohner hatten ihren Unmut über die Quarantänemaßnahmen lautstark geäußert, so dass die Polizei vom Ordnungsamt eingeschaltet wurde. Polizei und Ordnungsamt sprachen daraufhin mit den Bewohnern, die Lage beruhigte sich in der Folge. „Es mussten keine polizeilichen Maßnahmen getroffen werden“, erklärte die Polizei-Pressestelle Unna. Es sei nicht eskaliert.

Bereits in der vergangenen Woche gab es in der Flüchtlings-Unterkunft Verstöße gegen die Quarantäne. Bewohner kletterten dabei über den Zaun, um das Gelände zu verlassen.

In der vorherigen Woche kam es in Bielefeld zu einem Streit vor einer Flüchtlings-Unterkunft in Bielefeld zwischen drei Männern, von denen einer mit einer Schere schwer verletzt wurde. Der tatverdächtige Mann aus Algerien (29) sitzt nun in Untersuchungshaft.

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