Das gab es so noch nie: 

Feuerwehr rückt mit Großaufgebot zur JVA aus - es ist nur eine Übung!

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Letzte Vorbereitungen, eine Dreiviertelstunde vor Beginn der Großübung in der JVA: Wehrchef Karsten Korte (2. von rechts) koordiniert die Großübung. 

[Update, 14.28 Uhr] Werl - Gegen 13.10 Uhr ertönten in Werl die Sirenen – mit ihnen machten sich mehr als 300 Einsatzkräfte in 65 Fahrzeugen auf den Weg zur Werler JVA. Ein Feuerwehr-Einsatz, wie es ihn in der Stadt noch nicht gegeben hat. Aber: Es besteht kein Grund zur Sorge. Es handelt sich nur um eine Übung, damit im Ernstfall jeder Handgriff von Rettungskräften aus ganz NRW sitzt.

Mit folgendem Szenario werden die Einsatzkräfte von Feuerwehren aus Werl, Dortmund, dem Regierungsbezirk Arnsberg, Hagen, Hamm, Bönen, Wickede, Ense, weiteren Einheiten aus dem Kreis Soest, dem THW Soest, dem Rettungsdienst und den Stadtwerken Werl konfrontiert: In der Werkhalle 1 im Bereich der Schreinerei der JVA ist ein Feuer ausgebrochen. Die Sprinkleranlage löst aufgrund von Wartungsarbeiten nicht aus – die Flammen fressen sich rasant voran und breiten sich auf  benachbarte Gebäude und das Dach aus. 

Besondere Herausforderung: Es werden mehrere Menschen vermisst, die in akuter Lebensgefahr schweben könnten. „Eine Übung dieser Art haben wir in der JVA noch nie durchgeführt“, betont Werls Wehrleiter Karsten Korte. Seit mehr als einem Jahr werde die maximal realitätsnahe Übung von Planungsgruppen der Feuerwehr und der JVA vorbereitet.

Auch das gehört zur Simulation: Eine imaginäre Rauchsäule zieht über die Stadt - wie im Ernstfall werden Feuerwehrkräfte in der ganzen Stadt unterwegs sein und Schadstoffmessungen vornehmen. 

Werler werden den Einsatz nicht nur durch den Sirenenalarm mitbekommen: Eine „Rauchsäule“, die über die Stadt zieht, ist ebenfalls Teil der Übung. Wie im Ernstfall werden Einheiten der Feuerwehr durch die Straßen fahren und Schadstoffmessungen durchführen. 

"Großbrand" hinter Gittern: Feuerwehr übt Ernstfall in JVA Werl

Karsten Korte sagt, dass der Bereich Belgische Straße für den Verkehr gesperrt sein wird, im gesamten Industriegebiet Werl-Nord dürfte es vorübergehende Verkehrsbehinderungen geben. 

Korte betont, dass die Feuerwehr trotz der Großübung zu jedem Zeitpunkt für den Ernstfall gewappnet sei: „Ein kompletter Löschzug aus Werl, Wickede Ense und ein Rettungswagen sind jederzeit auf Abruf bereit. Die Sicherheit der Bürger ist gewährleistet.“

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