Unfall in 15 Metern Höhe beim Landmaschinenhersteller in Uentrop simuliert

Feuerwehr Hamm und Soester Höhenretter üben im neuen Hochregallager von Claas

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Niemand wünscht sich so etwas, passieren kann es trotzdem: Die Feuerwehr zeigte jetzt im Hochregallager von Claas in Hamm-Uentrop, wie ein Verletzter aus einer Notlage in 15 Meter Höhe sicher geborgen werden kann.

Spektakuläre Location für eine gemeinsame Feuerwehrübung: Die Freiwillige Feuerwehr Hamm, die Höhenrettung des Kreises Soest und der Einsatzführungsdienst der Berufsfeuerwehr Hamm haben im Hochregallager des Landmaschinenherstellers Claas in Hamm-Uentrop einen Unfall in 15 Metern Höhe simulieren können.

Hamm/Soest - Wo schon bald rund 40.000 Ersatzteile für Mähdrescher, Traktoren, Feldhäcksler, Mähwerke, Teleskoplader und Ballenpressen auf 6000 Quadratmetern gelagert werden, hatten jetzt die Feuerwehr aus Hamm mit den Einheiten Uentrop, Norddinker und Werries sowie die Höhenretter aus dem Kreis Soest freie Bahn für eine wichtige Übung.

Sie sollten einen Verletzten aus dem 30 Meter hohen Hochregallager des Landmaschinenherstellers Claas bergen, das das Unternehmen für automatische Logistiksysteme Unitechnik aus Wiehl im Auftrag von Claas in Hamm-Uentrop baut. 

Das riesige automatische Lager mit neun Gassen soll im März an Claas übergeben werden. Sage und schreibe 58.000 Gitterboxen und Paletten werden hier eingelagert.

Beste Bedingungen boten die zum Zeitpunkt der Feuerwehrübung noch leeren Regale. Ein Freiwilliger der Feuerwehr Hamm mimte den Verletzten in 15 Meter Höhe. Das angenommene Szenario: Er war ansprechbar und leicht verletzt, aber nicht mehr in der Lage, sich selbst zu retten.

"Zunächst wurde die Förderanlage stromlos geschaltet. Über eine Schiebleiter kletterte ein Feuerwehrmann in das Regal, zwei weitere folgten über die Leiter am Hubmast des Regalbediengerätes. Die Retter sicherten sich und das Unfallopfer. Dann seilte sich ein Feuerwehrmann mit dem Verletzten ab", heißt es in einer Mitteilung.

"Das Ziel bestand darin, innerhalb von 30 Minuten wieder Bodenkontakt zu haben", wird Bernd Harjes vom Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Zivilschutz der Stadt Hamm zitiert. "Der Verletzte erreichte den Boden in 29 Minuten und 54 Sekunden nach dem Start der Übung – Aufgabe erfüllt", so sein Fazit.

Wie bei Claas in Hamm-Uentrop führt die Feuerwehr überall immer wieder in NRW Übungen in Industriebetrieben durch. Regelmäßig informieren sich die Rettungskräfte vor Ort und nutzen umfangreiche Pläne sowie Karten zur Orientierung. 

In speziellen Lehrgängen proben die Feuerwehrleute schwierige Einsätze. So ist sichergestellt, dass im Ernstfall schnell Rettung naht. - eB

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