Schlimme Entdeckung in Krefeld

Feuerwehr findet zwei Tote bei Wohnhausbrand

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Feuerwehr findet zwei Tote bei Wohnhausbrand in Krefeld.

Die Feuerwehr findet bei Löscharbeiten in einem Krefelder Wohnhaus zwei Leichen - einen Mann und eine Frau. Die Identität ist unklar. Das Haus ist einsturzgefährdet und unbewohnbar.

Krefeld - Beim Löschen eines brennenden Mehrfamilienhauses in Krefeld hat die Feuerwehr zwei Tote entdeckt. Sie befanden sich in einer Dachgeschosswohnung im dritten Obergeschoss. Die Leichen konnten wegen Einsturzgefahr erst nach mehreren Stunden geborgen werden.

Nach Angaben der Polizei handelte sich um einen Mann und eine Frau. Wer die Toten waren, ist noch unbekannt. Die Leichen sollen nun obduziert werden.

Auch die Brandursache ist noch unklar. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte eine Polizeisprecherin. In dem Haus sind nach Angaben der Polizei 19 Rumänen und ein Serbe gemeldet. "Welche Personen sich zum Zeitpunkt des Brandes im Haus tatsächlich aufhielten, steht abschließend noch nicht fest", sagte die Polizeisprecherin weiter.

Drei Menschen wurden laut Feuerwehr mit leichten Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht. Weitere 37 atmeten Rauchgase ein, mussten aber nicht ins Krankenhaus. Bei den Löscharbeiten waren auch drei Nachbargebäude geräumt worden.

Bei dem Brandhaus handelt es sich laut Feuerwehr um einen etwa 100 Jahre alten Altbau mit einem hölzernen Treppenhaus, das weggebrannt sei. Auch das Dachgeschoss mit Wohnung und Dachstuhl sei ausgebrannt. Teile des Dachstuhls stürzten ein. Das ganze Haus ist laut Polizei einsturzgefährdet und unbewohnbar.

Anwohner hatten die Feuerwehr um 2.56 Uhr alarmiert. Sechs Bewohner wurden über Leitern, einer mit Hilfe eines Sprungkissens in Sicherheit gebracht. Fünf Stunden später hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten und die Suche nach etwaigen Brandnestern waren wegen der Einsturzgefahr schwierig. Insgesamt waren 70 Rettungskräfte aus Krefeld und Nachbargemeinden im Einsatz.

Ein Brandsachverständiger der Polizei begann mit der Begutachtung des Brandortes. Weil in dem Haus nur Ausländer lebten, sei vorsorglich auch der polizeiliche Staatsschutz in die Ermittlungen eingebunden worden, sagte eine Sprecherin. Dies geschehe "standardmäßig". Der Ausländeranteil in dem Wohnquartier sei hoch. Erst am Dienstag waren in Gelsenkirchen bei einem Wohnhausbrand zwei Erwachsene lebensgefährlich verletzt worden. Sieben Kinder, darunter ein Säugling, wurden schwer verletzt. Auch in Gelsenkirchen ist das Wohnhaus einsturzgefährdet. - dpa

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