Bei einem Hausbrand

Mordprozess um halb verbrannte Leiche: Angeklagter will Opfer versehentlich getötet haben

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Im Mord-Prozess um eine halb verbrannte Leiche in Delbrück hat es am Freitag eine überraschende Wende gegeben.

[Update] Im Mord-Prozess um eine halb verbrannte Leiche in Delbrück hat es am Freitag eine überraschende Wende gegeben.

Delbrück - Ein Rechtsmediziner, der die Leiche des getöteten 84-Jährigen aus Delbrück untersucht hatte, stellte fest, dass der Rentner tatsächlich durch den Wurf eines Vorschlaghammers tödlich am Kopf getroffen worden sein könnte.

Der deutsche Angeklagte hatte am Mittwoch ausgesagt, dass er aus Wut nach einem Streit einen 6,3 Kilogramm schweren Vorschlaghammer auf einen Küchentisch werfen wollte. Das Opfer sei überraschend mit dem Kopf in die Flugbahn gerückt und so versehentlich getroffen worden.

Mordprozess: Es soll um das Erbe gegangen sein

Der 48 Jahre alte ehemalige Pflegesohn des Opfers ist des Mordes und schweren Brandstiftung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der gelernte Fleischer im Oktober vergangenen Jahres in Delbrück- Westenholz seinen ehemaligen Pflegevater mit einem Vorschlaghammer erschlagen hat, um an dessen Erbe zu gelangen. 

Anschließend habe er Feuer gelegt, um den Toten zu verbrennen und so die Tat zu vertuschen.

Unsere Erstmeldung von Oktober

Am Samstagmorgen hatten Zeugen gegen 8.25 Uhr ein Feuer in einem Bauernhaus in Delbrück-Westenholz gemeldet. Bei den Löscharbeiten fanden Rettungskräfte dann die Leiche des 84-jährigen Wohnungsinhabers. 

Den 48-jährigen Mitbewohner retteten die Einsatzkräfte von einem Carport. In einem Zimmer des bereits völlig verrauchten Hauses fanden Feuerwehrleute die Leiche. Bei dem Geretteten soll es sich um den Pflegesohn des Toten handeln. Er wurde vom Rettungsdienst behandelt und von der Polizei vernommen. 

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