Mordkommission eingesetzt

Grausiger Fund: Feuerwehr entdeckt Leiche, Mann (30) starb nicht beim Brand - Verdächtiger (26) in U-Haft 

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Grausiger Fund in Ibbenbüren: Feuerwehr entdeckt Leiche nach Wohnhausbrand mit auffälligen Verletzungen (Symbolbild)

[Update, Mittwoch, 10.18 Uhr] Nach dem Brand einer Wohnung in Ibbenbüren befindet sich ein 26-jähriger Beschuldigter in Untersuchungshaft - es besteht der Verdacht des Mordes und der versuchten besonders schweren Brandstiftung. Feuerwehrleute hatten nach dem Wohnhausbrand eine Leiche gefunden. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen. 

Münster/Ibbenbüren - Unmittelbar nach einem Wohnungsbrand am Sonntag (19. Januar) um 7.33 Uhr an der Wilhelmstraße in Ibbenbüren wurde bei den Ermittlungsbehörden eine Mordkommission eingesetzt. Feuerwehrleute hatten bei Löscharbeiten einen Toten in der Erdgeschosswohnung gefunden. 

Am Mittwoch teilten die Staatsanwaltschaft Münster, die Polizei Steinfurt und die Polizei Münster neue Entwicklungen in dem Fall mit - es geht um den 26-jährigen Tatverdächtigen: "Dem Mann aus Tecklenburg wird vorgeworfen, den 30-jährigen Mieter in dessen Wohnung mit mehreren Messerstichen getötet und schließend Feuer gelegt zu haben", erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. "Das mögliche Tatmotiv liegt nach ersten Erkenntnissen im persönlichen Bereich".

Das sagt der Leiter der Mordkommission

Und auch der Leiter der Mordkommission nahm am Mittwoch Stellung zu den Ermittlungen. "Durch Befragungen von Zeugen, die von Streitigkeiten zwischen den Beiden berichteten, rückte der 26-Jährige intensiv in unseren Fokus", erläuterte der Leiter der Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux.

"Nach bisherigem Ermittlungsstand brach der Beschuldigte am frühen Sonntagmorgen in die Wohnung ein und tötete den im Bett schlafenden 30-Jährigen gewaltsam. Um dieses Geschehen zu vertuschen, soll der Beschuldigte ein Feuer gelegt haben, dass glücklicherweise nicht auf das Gebäude übergriff".

Polizisten nehmen den Verdächtigen fest

Polizisten nahmen den 26-Jährigen am Montag (20. Januar) an seiner Wohnanschrift vorläufig fest. Dienstagabend wurde er auf Antrag der Staatsanwaltschaft einer Haftrichterin vorgeführt. Diese erließ Haftbefehl wegen Mordes und versuchter besonders schwerer Brandstiftung und ordnete die sofortige Untersuchungshaft an. Die Ermittlungen dauern an.

Lesen Sie hier unserer vorherige Berichterstattung 

Am Montagmorgen teilen Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung mit: Der Verdacht, dass der Mann gewaltsam zu Tode kam, hat sich bestätigt. Auch wissen die Ermittler jetzt mit Sicherheit, dass es sich, wie bereits vermutet, um den 30-jährigen Mieter der Wohnung handelt. 

Toter in Brandwohnung: Obduktion lässt keine Zweifel an Gewalttat

Das Ergebnis der Obduktion lasse keine Zweifel daran zu, dass der Mann nicht an den Folgen des Brandes starb, sonder gewaltsam zu Tode kam. "Wir ermitteln wegen eines Tötungsdeliktes weiter in alle Richtungen", erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. 

Eine weitere Person, die bei dem Brand verletzt worden war, habe noch am Sonntag als Zeuge vernommen werden können und habe mittlerweile das Krankenhaus verlassen. 

Am Sonntag hatte die Feuerwehr nach dem Brand in einem Wohnhaus in Ibbenbüren die Leiche in der Erdgeschosswohnung entdeckt. "Nach ersten Untersuchungen konnten an dem Leichnam Verletzungen festgestellt werden, denen augenscheinlich kein Brandgeschehen zu Grunde liegt. Um die genauen Todesumstände zu ergründen, wurde der Leichnam beschlagnahmt und es wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Obduktion duchgeführt", hieß es am Sonntag in einer ersten Mittelung.

Leiche in Ibbenbüren gefunden: Identität unklar

Die Identität des Toten war zunächst ungeklärt, es bestand aber bereits der Verdacht, dass es sich um einen 30-jährigen Mann handelte, hatte der Leiter der Mordkommission, Kirminalhauptkommisar Ulrich Bux, ergänzt.

"Bei dem Brand wurde eine Person verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Wir konzentrieren uns nun auf dessen Zeugenaussage, werden weitere Zeugen befragen und eine umfangreiche Spurensuche und -sicherung vornehmen. Glücklicherweise konnten sechs weitere Bewohner das Haus unverletzt verlassen."

Zu einem Großbrand rückte auch die Feuerwehr in Ostwestfalen aus. In einem Verwaltungsgebäude war Feuer ausgebrochen. In Duisburg gingen in der Nacht zwölf Autos in Flammen auf. Es war nicht das erste Mal.

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