Ursache noch unklar

Feuerwehr-Drohne stürzt aus 20 Metern Höhe auf Dach von Einkaufszentrum ab

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Herber Rückschlag für das Drohnen-Programm des Landes: In der Duisburger Innenstadt ist bereits am 20. November eine Drohne der Feuerwehr abgestürzt, die zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie dem NRW-Innenministerium als Modellprojekt eingesetzt wurde.

Duisburg - Wie ein Sprecher der Stadt Duisburg am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte, wurde die Drohne mit drei Metern Spannweite so stark beschädigt, dass sie zunächst nicht mehr flugfähig ist. Verletzt wurde bei dem Absturz niemand - die Drohne krachte auf das Dach eines Einkaufszentrums am Duisburger Weihnachtsmarkt. 

Wie die WAZ zuvor berichtete, wollte die Feuerwehr mit der Drohne eine Übersicht der Zufahrts- und Fluchtwege beim Weihnachtsmarkt erstellen. Laut dem Stadtsprecher war sie morgens auf dem Parkdeck eines Kaufhauses gestartet. Nach wenigen Metern habe sie um 9.15 Uhr "aus bislang noch ungeklärter Ursache" an Höhe verloren und sei aus 20 Metern Höhe auf das Dach des Einkaufszentrums "Königsgalerie" gefallen. "Die genaue Unfallursache wird zur Zeit durch den Hersteller des Drohnensystems ermittelt", so der Sprecher. 

Erst vor acht Wochen als Modell vorgestellt

"Eine konkrete, unmittelbare Gefahr für Personen bestand nicht", sagte er weiter: "Für den Überflug wurde ein Zeitpunkt mit möglichst wenig Publikumsverkehr und einer Flugroute hauptsächlich über Gebäude gewählt." Bisherige Testflüge seien ohne Komplikationen abgelaufen. Wie hoch der Schaden ist, war zunächst noch unklar. 

Die abgestürzte Drohne war erst vor rund acht Wochen bei einem Presse-Termin mit Innenminister Herbert Reul (CDU) als besonders großes Modell vorgestellt worden. Mit mehr als drei Metern Spannweite und gut zwei Metern Länge könne sie das gesamte Duisburger Stadtgebiet mit Tempo 120 in wenigen Minuten erreichen, hieß es damals. 

Immer mehr Feuerwehren haben in den vergangenen Jahren Drohnen zur Unterstützung bei Einsätzen angeschafft. Die Feuerwehr in Sundern (Hochsauerlandkreis) war im Frühjahr 2018 einer der Vorreiter und setzte ihre Drohne bereits bei mehreren Einsätzen ein. - dpa/lnw

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