Organisierte Kriminalität

Falschgeld in NRW: LKA meldet Erfolg - Internationaler Ring zerschlagen

Gefälschte Euro-Banknoten
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Gefälschte Euro-Banknoten.

Ermittler des Landeskriminalamtes haben mehrere Wohnungen in NRW durchsucht. Es geht um Falschgeld. Es gelangen mehrere Festnahmen. Nun wurden Details bekanntgegeben.

Update vom 20. Mai, 14.59 Uhr: Am Donnerstagnachmittag hat das LKA Details zu den Razzien und Festnahmen am Morgen bekanntgegeben. Demnach gebe es bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW) bereits seit März 2019 Ermittlungskommissionen, die vom LKA in NRW geführt werden. Ziel sei es, Strukturen der italienischen organisierten Falschgeldkriminalität aufzubrechen.

Weiter heißt es: „Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen rund 80 Beschuldigte im In- sowie europäischen Ausland“. Im Fokus des Verfahrens steht ein in Düsseldorf wohnender Mann (56), der die italienische Staatsbürgerschaft besitzt und ursprünglich aus dem Raum Neapel stammt. Er stehe im dringenden Verdacht, gewerbsmäßig und in hochprofessioneller Art und Weise Handel mit inkriminierten Gütern aller Art (darunter Falschgeld, Kokain, Marihuana, Fahrzeuge und gefälschte amtliche Dokumente) getrieben und Betrugsstraftaten begangen zu haben.

Für Teile seiner „Geschäfte“ - insbesondere den Handel mit Falschgeld, gestohlenen oder betrügerisch erlangten Fahrzeugen und gefälschten Dokumenten - hatte sich der Hauptbeschuldigte nach derzeitigem Stand der Ermittlungen mit zwei in Neapel aufhältigen Tatverdächtigen zusammengeschlossen. Diese beschafften die inkriminierten Waren und ließen sie nach Deutschland transportieren, während der Hauptbeschuldigte gleich einer „Vertriebsstelle für Deutschland“ die Weiterverkäufe organisierte. Die in Neapel aufhältigen Personen haben nach derzeitigem Erkenntnisstand Bezüge zur neapolitanischen Mafia..

Am Donnerstag wurden nun mit Ermittlungspartnern in Italien zeitgleich Exekutivmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen und Neapel durchgeführt. „In NRW wurden 18 Objekte in Düsseldorf, Lüdenscheid, Dormagen, Kaarst, Neuss, Bonn,
Mönchengladbach durchsucht“, teilte das LKA mit. Dabei ist es zu vier Festnahmen gekommen. In jedem Fall handelt es sich dabei um italienische Staatsbürger, die in Düsseldorf festgenommen wurden. Bei den Durchsuchungen wurden 45.000 Euro gesichert, zahlreiche IT-Asservate und Buchhaltungsunterlagen sichergestellt, die laut LKA noch ausgewertet werden müssen. Allerdings stehe schon jetzt fest, dass das Ermittlerteam den Falschgeldring erfolgreich zerschlagen habe.

Falschgeld: LKA meldet Razzien und Festnahmen in NRW

[Erstmeldung vom 20. Mai, 11.29 Uhr] Lüdenscheid/Düsseldorf - Bei Wohnungsdurchsuchungen in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen haben Ermittler wegen des Verdachts auf internationale organisierte Kriminalität vier Haftbefehle vollstreckt. Das Landeskriminalamt (LKA) sei bei der Aktion am Donnerstagmorgen aufgrund der Gefährlichkeit einiger Tatverdächtiger von Spezialkräften der Polizei unterstützt worden, teilten Staatsanwaltschaft und LKA gemeinsam mit. Die Menschen stünden im Verdacht, sich an organisierter Falschgeldkriminalität mit Bezügen nach Italien beteiligt zu haben.

Insgesamt wurden 16 Objekte in Düsseldorf, Lüdenscheid, Dormagen, Kaarst, Neuss, Bonn und Mönchengladbach durchsucht. Überwiegend seien es Wohnungen gewesen, sagte ein LKA-Sprecher. Details wollen LKA und Staatsanwaltschaft am frühen Nachmittag in einer Pressekonferenz bekannt geben. - dpa

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