Inhalt im Wert von 1.000 Euro

Wie im Krimi: Bundespolizei schnappt Dieb nach Verfolgung durch mehrere Züge und halb NRW

Symbolbild Bundespolizei Uniform Bahnhof Hauptbahnhof Hamm
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Bundespolizisten in Hamm beteiligten sich am Sonntag an einer mehrere Stationen übergreifenden Fahndung.

Dem Fahndungsgeschick gleich mehrere Teams der Bundespolizei ist es zu verdanken, dann ein 13-Jähriger am Sonntag seinen geklauten Rucksack zurückbekam. Darin befanden sich Gegenstände im Wert von 1.000 Euro.

Bielefeld/Hamm/Wuppertal - Der Diebstahl seines Rucksacks in Bielefeld ist am Sonntagmittag für einen 13-Jährigen glücklich ausgegangen. Das berichtet die Bundespolizei in einer Pressemitteilung. Über mehrere Stationen fahndeten verschiedene Dienststellen der Bundespolizei demnach mit Erfolg nach dem Täter und nahmen ihn schließlich in Wuppertal fest.

Tatverdächtiger wird beim Diebstahl gefilmt

Der 13-Jährige fuhr zunächst vom Hauptbahnhof Bielefeld aus mit seiner Großmutter mit dem Zug nach Herford, als er bemerkte, dass er seinen Rucksack auf einer Bank am Bahnhof in Bielefeld vergessen hatte. In der Hoffnung, die Tasche an Ort und Stelle wiederzufinden, kehrten Oma und Enkel mit dem nächsten Zug zurück nach Bielefeld. Nur, um festzustellen, dass der Rucksack nicht mehr dort war.

Zur Anzeigenerstattung suchten beide die dortige Dienststelle der Bundespolizei auf. Hier konnten die Bundespolizisten auf Videobildern einer Überwachungskamera tatsächlich direkt einen Tatverdächtigen ausmachen. Er nahm den Rucksack demnach an sich und stieg in einen Zug nach Hamm.

Hammer Polizisten verfolgen den Dieb am Bildschirm

Ein Anruf bei den Kollegen der Bundespolizei in Hamm reichte dann, um den weiteren Weg nachzuvollziehen. Der Zug, in dem sich der Dieb befand, war zu dem Zeitpunkt schon wieder aus Hamm abgefahren. Den Täter haben die Bundespolizisten jedoch innerhalb des Gebäudes des Hauptbahnhofs auf Videobildern wiedererkannt. Auf der Aufzeichnung war außerdem zu sehen, wie der Mann in einen Zug in Richtung Venlo einstieg.

Nun wurden nach Angaben der Ermittler die Kollegen der Bundespolizei in Wuppertal ins Boot geholt. Anhand der präzisen Personenbeschreibung nahmen diese einen 40-Jährigen Deutschen aus Wuppertal fest. Er trug noch den Rucksack bei sich.

In dem Rucksack enthalten war unter anderem Unterhaltungselektronik im Wert von 1.000 Euro - darunter ein Tablet, eine Spielekonsole und Kopfhörer. Der Rucksack mit dem vollständigen Inhalt wurde sichergestellt. Der überglückliche 13-Jährige wird sein Eigentum allerdings zurückbekommen, gegen den 40-Jährigen wurde hingegen ein Strafverfahren eröffnet.

Fahndungen in NRW: Polizisten verletzt, Ermittlungserfolg

Zwei Polizisten sind derweil am Samstag bei einer Verfolgungsjagd in Oelde (Warendorf) verletzt worden. Sie hatten sich an die Fersen eines Motorradfahrers gehängt.

Zuletzt gelang den Beamten der Polizei Herford ein lang ersehnter Zugriff. Per bundesweitem Haftbefehl wurde ein 35-jähriger Mann gesucht, der in dringendem Verdacht steht, an einem illegalen Autorennen auf der A66 zwischen Wiesbaden und Frankfurt teilgenommen zu haben.

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