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Explosion in Wohnhaus im Sauerland: Mann außer Lebensgefahr - Ursache noch unklar

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Von: Simon Stock

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In Winterberg-Züschen gab es eine Explosion in einem  Wohnhaus.
In Winterberg-Züschen gab es eine Explosion in einem Wohnhaus. © Feuerwehr Winterberg

Explosion in einem Wohnhaus in Winterberg im Sauerland (NRW): Zwei Außenwände wurden weggerissen, ein Mann schwer verletzt. Die Ursache ist noch unklar.

Update vom 15. Februar, 9.06 Uhr: Die Ursache für die heftige Explosion in einem Wohnhaus in Winterberg-Züschen ist am Dienstagmorgen noch unklar. „Es gibt noch keine gesicherten Erkenntnisse“, sagte Polizeisprecher Volker Stracke im Gespräch mit sauerlandkurier.de. Ermittler seien aktuell vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Polizei hat das Haus in der Hardtstraße beschlagnahmt.

StadtWinterberg
KreisHochsauerland
Höhe668 m

Explosion in Wohnhaus in Winterberg: Mann außer Lebensgefahr - Ursache noch unklar

Allerdings sei nicht damit zu rechnen, dass sie im Laufe des Dienstags zu einem endgültigen Ergebnis kommen. Die Untersuchungen vor Ort gestalten sich nach Angaben des Polizeisprechers schwierig. Die erste Vermutung, dass eine Heizung explodiert sein könnte, habe sich erstmal nicht bestätigt. In dem betroffenen Gebäudeteil habe nämlich ein Pellet-Ofen und keine Gas-Heizung gestanden.

Der 69-jährige Bewohner, der sich zum Zeitpunkt der Explosion in dem Haus befand, schwebt nicht mehr in Lebensgefahr, wie Volker Stracke erklärte. Seine Verletzungen stuft die Polizei als schwer ein.

Winterberg/NRW: Explosion in Wohnhaus drückt Wände nach außen

[Erstmeldung] Winterberg - Durch eine gewaltige Druckwelle einer Explosion sind an einem Wohnhaus in Winterberg-Züschen im Hochsauerlandkreis (NRW) zwei Außenwände zerstört worden. Sie wurden regelrecht nach außen gedrückt. Bis in die Abendstunden hinein lief ein Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei.

Ein Mann befand sich zum Zeitpunkt der Explosion am Montagnachmittag (14. Februar) gegen 16.30 Uhr im Haus. Er war verletzt und wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Eine weitere Person aus der Nachbarschaft wurde vor Ort vom Rettungsdienst betreut. Zur Schwere der Verletzungen gibt es nach wie vor keine gesicherten Erkenntnisse. Ebenso wenig zur Ursache der Explosion. In der Erstmeldung der Feuerwehr-Leitstelle hieß es, ein Druckgasbehälter sei beschädigt.

Wie stabil das an einem Hang liegende Gebäude durch das Riesenloch in der unteren Hauswand noch ist, ist unklar. Das direkte Umfeld des Unglücksortes glich jedenfalls einem Trümmerfeld. Zwei Hauswände wurden nach außen gedrückt und kippten unter anderem auf einen angrenzenden Gehweg. Auch im Inneren des betroffenen Gebäudeteils kam es zu teils starken Schäden.

Nach ersten Informationen ist das Gebäude stark einsturzgefährdet. Nahaufnahmen einer Drohne der Feuerwehr Winterberg lieferten erste Erkenntnisse - auch aus dem Inneren des Hauses. Weitere Schritte werden am Dienstag nach Begutachtung durch die Sachverständigen der Kripo eingeleitet. Das THW begann am Abend damit, das Gebäude zu sichern und abzustützen.

Winterberg: Haus unter Einsturzgefahr - Person verletzt

Ein Feuer, das durch die Explosion in einem Zimmer ausgebrochen war, bekämpfte die Feuerwehr Winterberg aus Sicherheitsgründen von außen, wie Sprecher Jens Vogelsang Sauerlandkurier.de* sagte.

Explosion Wohnhaus Winterberg
Zwei Außenwände wurden an dem Wohnhaus in Winterberg weggerissen. Die Feuerwehr musste einen Brand löschen. © Feuerwehr Winterberg

Einheiten des THW leuchteten die Einsatzstelle aus und sicherten das Haus. Neben dem THW aus Hallenberg-Hesborn wurden auch weitere Gerätschaften des Hochsauerlandkreises aus dem Zentrum für Feuerschutz und Rettungswesen in Meschede-Enste nachgefordert. Dabei handelte es sich unter anderem um den Abrollbehälter-Rüst. Auf diesem befindet sich neben umfassenden Gerätschaften zur Technischen Hilfeleistung auch verschiedenes Abstützmaterial. Dieses wurde durch fachkundiges Personal des THW zur Gebäudesicherung verbaut. Parallel dazu erfolgte aufgrund der einbrechenden Dämmerung die Ausleuchtung der Einsatzstelle durch die Feuerwehr. 

Am späten Abend installierte der Bauhof der Stadt Winterberg Zäune um das Grundstück. Es waren insgesamt bis zu 100 Kräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst im Einsatz.

Winterberg: Nach Explosion in Wohnhaus - Nachbarn müssen ihre Häuser verlassen

Aus Sicherheitsgründen wurden die Nachbarn nach der Explosion gebeten, ihre Häuser zu verlassen. Ihre Häuser wurden vorsichtshalber zunächst vom Strom getrennt. Den betroffenen Anwohnern stand laut Feuerwehr Winterberg während des gesamten Einsatzes ein Notfallseelsorger zur Seite. 

Die Feuerwehr Winterberg zeichnet außerdem ein Bild vom Ausmaß der Lage, indem sie aufzählt, wie viele Kräfte vor Ort waren. Im Einsatz befanden sich demnach rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr Winterberg aus Züschen, Langewiese, Neuastenberg, Winterberg, Siedlinghausen und Niedersfeld sowie Silbach mit dem Atemschutzanhänger. Dazu kamen weitere Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst, Notfallseelsorger, Kreisbrandmeister, Zentrum für Feuerschutz und Rettungswesen, THW, Malteser Hilfsdienst, Energieversorger und städtischem Bauhof. Über den gesamten Einsatzverlauf hinweg waren insgesamt rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. 

Erst vor gut einer Woche gab es in Winterberg einen großen Rettungseinsatz im Skigebiet Kappe. Dort mussten Höhenretter frierende Skifahrer aus einem defekten Skilift befreien. *Sauerlandkurier.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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