Zug fällt aus

Der Grund ist kurios: Eurobahn bleibt in Soest wegen Corona-Verdacht stehen - fünf Bundespolizisten im Einsatz

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Medizinischer Einsatz am Soester Bahnhof (Symbolbild)

Eine Eurobahn der Linie RB 59 stand im Soester Bahnhof und fuhr nicht mehr weiter. Grund war ein Corona-Verdachtsfall an Bord des Zuges. Es folgte ein fast abenteuerlicher Einsatz mehrerer Behörden.

Update, 30. Juli, 15.39 Uhr: Ein Sprecher der Bundespolizei hat jetzt erklärt, was genau den Zug der Eurobahn in Soest zum Stillstand gebracht hat. 17 Fahrgäste, fünf Bundespolizisten und ein besonders aufmerksamer Mitarbeiter der Eurobahn spielen in dieser Geschichte eine Rolle, die immerhin zeigt, dass verschiedene Behörden im Ernstfall schnell zusammenarbeiten.

Demnach hat sich die Eurobahn mit Ziel Soest gegen 11.50 Uhr auf dem Bahnsteig 2 des Dortmunder Hauptbahnhofs befunden. Im Zug hatte ein Mitarbeiter der Eurobahn ein Gespräch angehört, in dem ein 31-jähriger Fahrgast aus Soest einem anderen berichtet haben soll, dass seine Lebensgefährtin ein Corona-Verdachtsfall sei und sich in Quarantäne befinde. Der Eurobahn-Mitarbeiter informierte darüber die Bundespolizei. Die schickte fünf Polizisten zum Bahnsteig, die sogleich den Zug bestiegen, der dann mitsamt der Polizei-Quintetts planmäßig in Richtung Soest startete. 

Corona-Verdacht in der Eurobahn: Zwei Gesundheitsämter aktiv

Die Bundespolizisten trafen mit Hilfe des Eurobahn-Mitarbeiters den betreffenden Fahrgast auch an. Eine Befragung durch die Polizisten brachte aber auch keine eindeutigen Erkenntnisse. Der Bahnsprecher: "Da unsere Polizisten keine Ärzte sind, haben sie die Dortmunder Rettungsleitstelle informiert." Die wiederum habe das Gesundheitsamt der Stadt Dortmund von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt, das daraufhin seine Kollegen im Soester Gesundheitsamt benachrichtigt hat.

Damit war erst einmal besiegelt, dass die Eurobahn mit 17 weiteren Fahrgästen an Bord in Soest vorläufig Endstation haben würde. Die Behörden wurden auf allen Feldern schnell tätig. So stand nach einiger Zeit nicht nur die Eurobahn im Soester Bahnhof, sondern auch fest, dass weder für den Fahrgast noch für seine Lebensgefährtin ein positives Corona-Testergebnis vorlag und diese auch nicht in Quarantäne ist.

Corona-Verdacht in der Eurobahn: Züge wieder nach Fahrplan

Der Sprecher der Bundespolizei: "Das war viel Trara um nichts." Immerhin haben eine Reihe von Behörden bewiesen, dass sie im Ernstfall sehr effizient Informationen austauschen können. Die Eurobahn verkehrte nach einem ausgefallenen Zug wieder nach Fahrplan und konnte Fahrgäste und Bundespolizisten nach Dortmund bringen.  

Update, 30. Juli, 13.34 Uhr: Laut Homepage der Eurobahn fällt der Zug, der um 13.34 Uhr in Dortmund starten sollte und planmäßig um 14.24 Uhr in Soest ankommt, noch aus.

Update, 30. Juli, 13.05 Uhr: Es gibt neue Informationen zu dem möglichen Corona-Fall in der Eurobahn, die im Soester Bahnhof steht. Eine Sprecherin der Eurobahn erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass wohl in Dortmund in der Eurobahn in Richtung Soest ein Mann kundgetan habe, er sei an Corona erkrankt.

Das habe bei Deutscher Bahn, Bundespolizei und zuständigen Gesundheitsämtern entsprechende Maßnahmen ausgelöst. Man gehe aber davon aus, dass der Verkehr wieder nach Fahrplan aufgenommen werden könne.

Eurobahn im Soester Bahnhof.

Soest - Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte, ebenfalls die Information zu haben, dass der Zug, der sonst auf der Strecke zwischen Soest und Dortmund pendelt, wegen eines Corona-Verdachtsfalls vorerst stillgelegt ist. 

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