Große Evakuierungsaktion

Blindgänger in Essen entschärft - fast 10.000 Menschen können zurück in ihre Wohnungen

In Essen-Rüttenscheid werden zahlreiche Wohnungen evakuiert. In dem Stadtteil sind zwei Blindgänger gefunden worden, die entschärft werden müssen.
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In Essen-Rüttenscheid werden zahlreiche Wohnungen evakuiert. In dem Stadtteil sind zwei Blindgänger gefunden worden, die entschärft werden müssen. (Symbolfoto)

Fund mit Folgen in Essen-Rüttenscheid: In dem dicht besiedelten Stadtteil mussten zwei Blindgänger entschärft werden. Das zog eine große Evakuierung nach sich.

Update vom 11. August, 8.25 Uhr: In Essen sind am Dienstag zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Zehn- und Fünf-Zentner-Bomben wurden am frühen Mittwochmorgen erfolgreich entschärft, wie die Stadt Essen mitteilte. Da die Bomben im dicht besiedelten Stadtteil Rüttenscheid gefunden wurden, mussten 9200 Menschen ihre Häuser verlassen. Darunter seien auch die Bewohner von drei Altenheimen gewesen. 17 Menschen, die sich gerade in Quarantäne befinden, wurden separat untergebracht und versorgt.

410 Feuerwehrleute, auch aus Duisburg, Mülheim/Ruhr, Oberhausen und Mönchengladbach, seien für die Evakuierung im Einsatz gewesen. Auch der öffentliche Nahverkehr war betroffen: Die Ruhrbahn richtete Umleitungen auf diversen Buslinien ein. Insbesondere für die Gastronomie entlang der Rüttenscheider Straße und der betroffenen Nebenstraßen oder etwa rund um den Isenbergplatz galt „luftschutzmäßiges Verhalten“. Alle Sperrungen können in Kürze wieder aufgehoben werden, hieß es weiter.

Die Kriegsbomben waren bei Sondierungen und der routinemäßige Auswertung von Luftbildern entdeckt worden. Sie wurden unter dem Sportplatz und einem Schulhof gefunden.

Essen-Rüttenscheid: Blindgänger-Entschärfung - große Evakuierung

[Erstmeldung vom 10. August] Essen - In Essen-Rüttenscheid sind am Dienstag zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Zehn- und Fünf-Zentner-Bomben sollen noch vor Ort entschärft werden, wie die Feuerwehr Essen mitteilte.

In Essen zieht das einiges nach sich: Da die Bomben im dicht besiedelten Stadtteil Rüttenscheid gefunden wurden, müssten 9200 Menschen ihre Häuser verlassen. Darunter seien auch die Bewohner von drei Altenheimen. 17 Menschen, die sich gerade in Quarantäne befinden, wurden separat untergebracht und versorgt.

360 Feuerwehrleute, nicht nur aus Essen, sondern auch aus Duisburg, Mülheim/Ruhr, Oberhausen und Mönchengladbach, seien für die Evakuierung im Einsatz.

Auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen: Die Ruhrbahn richtete Umleitungen auf den Buslinien 142, 145 und 160/161 ein. Die Straßenbahnlinien 101 und 106 pendeln zwischen Rüttenscheider Stern und Germaniaplatz, die 105 fährt das Aalto-Theater als Endstelle an. Die U-Bahnen U11 und 108 fahren nur noch bis zum Essener Hauptbahnhof - die nachfolgenden Haltestellen in Richtung Rüttenscheid bzw. Messe Essen/Gruga werden nicht mehr angefahren. Auch bei der S6 gibt es Einschränkungen.

Die Kriegsbomben waren bei Sondierungen und der routinemäßige Auswertung von Luftbildern entdeckt worden. Sie wurden unter einem Sportplatz und einem Schulhof in Essen-Rüttenscheid gefunden. - dpa

Vor etwas mehr als einer Woche war in Dortmund ein Blindgänger entschärft worden - dafür mussten rund 3000 Menschen ihre Häuser verlassen.

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