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Mann (26) zwischen Bahnsteigkante und Zug gestoßen - Rettung in letzter Sekunde

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Von: Kristina Köller

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Coronavirus – Nahverkehr
Am Hauptbahnhof Essen ist ein Mann (26) zwischen Bahnsteigkante und Zug geschubst worden. Bundespolizisten retteten ihn in letzter Sekunde. (Symbolfoto) © Roland Weihrauch/dpa

Bei einem Streit ist ein 26-Jähriger am Hauptbahnhof Essen zwischen Bahnsteigkante und Zug gestoßen worden. Bundespolizisten retteten ihn in letzter Sekunde. Doch Dankbarkeit hätte anders ausgesehen.

Essen - Am Sonntagmorgen (14. November) haben Bundespolizisten im Hauptbahnhof Essen (NRW) einen Mann aus Gelsenkirchen aus dem Gleisbereich gezogen, bevor ein Zug, der sich dort befand, losfuhr. Der Mann „bedankte“ sich mit einem Angriff auf seine Retter.

Gegen 0.30 Uhr gerieten zwei Personengruppen auf einem Bahnsteig im Hauptbahnhof Essen in Streit, berichtet die Bundespolizei. Ein 26-Jähriger soll eine 23-jährige Bochumerin provoziert haben, woraufhin einer ihrer Begleiter den Mann und seinen Bruder mit massiven Schlägen angegriffen haben soll.

Essen (NRW): Bundespolizisten retten 26-Jährigen aus Gleisbett

Der 35-Jährige Bruder des 26-jährigen Gelsenkircheners soll sofort zu Boden gegangen sein. Der 26-Jährige taumelte nach dem Angriff und soll durch die 23-jährige Bochumerin in Richtung Bahnsteigkante getreten worden sein. Der Gelsenkirchener fiel daraufhin kopfüber in die Lücke zwischen Bahnsteigkante und dem dort abfahrbereiten Zug.

„In diesem Moment erreichten die alarmierten Bundespolizisten den Tatort. Diese sahen die Notlage des Mannes und zogen ihn unter erheblicher Kraftanstrengung aus dem Gleisbereich hervor. Wenige Augenblicke später fuhr der dort abgestellte Zug los“, beschreibt die Bundespolizei die Rettung in letzter Sekunde.

Ein Beamter hielt den 26-Jährigen zunächst noch fest. Der riss sich jedoch los und griff den Polizisten an. Weitere Beamten mussten den Mann am Boden fixieren.

Essen (NRW): Mann zwischen Zug und Bahnsteigkante - und dann in Gewahrsam

Anschließend alarmierten die Einsatzkräfte einen Rettungswagen, da der Geschädigte durch seinen Sturz offensichtliche Kopfverletzungen davongetragen hatte. Die Rettungskräfte versorgten den Mann, so dass auch er anschließend zur Wache gebracht werden konnte.

Die Einsatzkräfte konnten unterdessen ermitteln, dass die junge Bochumerin das Geschehen mit ihrem Smartphones gefilmt hatte. Die Bundespolizisten stellten das Handy als Beweismittel sicher.

Der leicht alkoholisierte 26-Jährige konnte dem Bericht zufolge in der Zwischenzeit weiterhin nicht beruhigt werden, so dass Bundespolizisten ihn in das Gewahrsam der Polizei in Essen brachten.

Die Bundespolizei wird die Videoaufzeichnungen auswerten und leitete unter anderem ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Angriff auf Vollstreckungsbeamte ein.

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