Essen-Stoppenberg

840 Kilo Sprengstoff: Riesige Luftmine in Essen erfolgreich entschärft

Entschärfung von großer Luftmine in Essen
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Nach dem Fund einer großen Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg sind die Evakuierungsmaßnahmen angelaufen.

Die große Luftmine in Essen ist am Mittwochabend erfolgreich entschärft worden. 38.000 waren von den Maßnahmen betroffen. Die Sperrungen sorgten für Unverständnis.

Update vom 13. Oktober, 22.45 Uhr: Zum Abschluss der erfolgreichem Entschärfung der Luftmine in Essen noch ein paar kleine Fakten: Nicht nur der Autoverkehr war von Einschränkungen betroffen, sondern auch der Bus- und Bahnverkehr. Straßen sowie Bahnstrecken zwischen dem Hauptbahnhof Essen und Gelsenkirchen waren zwischenzeitlich aufgrund der Entschärfung des Blindgängers komplett gesperrt. Auch ein Recyclinghof in Altenessen lag im Sperrbereich und musste geschlossen werden.

StadtEssen
Fläche210,3 km²
Bevölkerung583.109 (2019)

Essen/NRW: Entschärfung der Luftmine war erfolgreich

Die Stadt Essen hatte für die Zeitraum der Evakuierungs- und Entschärfungsmaßnahmen Zwei Betreuungsstellen für die von der Evakuierung betroffenen Menschen eingerichtet. Auf einem Bürgertelefon gingen insgesamt 1.200 Anrufe ein. Insgesamt waren etwa 750 Einsatzkräfte der Feuerwehr, unterschiedlichen Hilfsorganisationen aus ganz NRW sowie zahlreiche Ordnungsamtsmitarbeiter aus Essen an der Aktion beteiligt.

Update vom 13. Oktober, 21.29 Uhr: Gute Nachrichten aus der Stadt Essen: Die riesige Luftmine ist erfolgreich entschärft worden.

Update vom 13. Oktober, 20.43 Uhr: Die Entschärfung der Luftmine in Essen hat begonnen! Um kurz vor 20 Uhr ist der Bombenentschärfer in die Grube hinabgestiegen, um die Mine zu entschärfen. Es wird davon ausgegangen, dass der Vorgang rund eine Stunde dauern wird.

Update vom 13. Oktober, 20.00 Uhr: Die Entschärfung der Luftmine in Essen ist noch immer nicht gestartet. Grund dafür sind Personen, die versuchen, an Sperrungen vorbeizukommen. Außerdem sind noch nicht alle Krankentransporte abgeschlossen. Der zweite Evakuierungsdurchgang ist hingegen mittlerweile abgeschlossen.

Durch die anstehende Entschärfung der Mine mussten viele Straßen komplett abgesperrt werden. Das hat natürlich erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr. Viele Autofahrer müssen nun andere Routen nehmen. Auf den noch befahrbaren Straßen kommt es zu Staus.

Das sorgt offenbar dafür, dass bei einigen Personen die Nerven blankliegen und die Maßnahmen auf Unverständnis stoßen. So wird von Menschen berichtet, die versuchen, durch die Sperrstellen zu kommen. Das wiederum führt zu Verzögerungen bei der Entschärfung.

Essen/NRW: Sperrungen stoßen auf Unverständnis

Update vom 13. Oktober, 17.58 Uhr: Noch immer kann keine genaue Uhrzeit für den Beginn der Entschärfung der Luftmine in Essen genannt werden. Aber die Experten des Kampfmittelräumungsdienstes bereiten sich auf einen Einsatz in der Dunkelheit vor. An der Fundstelle der Luftmine wurde eine Lichtanlage errichtet.

Experten für Kampfmittelbergung sichern die Fundstelle einer britischen Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg in Essen-Stoppenberg.

Update vom 13. Oktober, 16.00 Uhr: Der erste Evakuierungsdurchgang ist jetzt abgeschlossen. Es folgt ein zweiter. Danach prüfen Einsatzkräfte, ob tatsächlich alle Anwohnerinnen und Anwohner ihr Zuhause verlassen haben. Es ist weiter unklar, wann mit der Entschärfung der Luftmine begonnen werden kann. Laut Stadt Essen sind noch viele Krankentransporte offen.

Update vom 13. Oktober, 12.57 Uhr: Nach dem Fund einer riesigen Luftmine aus dem 2. Weltkrieg in Essen-Stoppenberg läuft zurzeit die Mega-Evakuierung. Mehr als 11.000 Menschen müssen ihr Zuhause verlassen, weitere 27.000 Menschen müssen sich luftschutzmäßig verhalten. Die Entschärfung ist eine logistische Herausforderung. 700 Einsatzkräfte sind seit heute Morgen auf den Beinen. Zigtausend Personen in Essen steht ein langer Tag bevor, denn entgegen erster Vermutungen wird Sprengmeister Frank Stommel mit der Entschärfung der 840-Kilo-Blindgängers erst am Nachmittag beginnen können.

Essen/NRW: Entschärfung am Mittwoch (13.10.2021) nach Bombenfund

[Erstmeldung vom 12. Oktober] Essen - Bombenfunde in Nordrhein-Westfalen sind auch 76 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs keine Seltenheit. Immer wieder müssen die Kampfmittel-Experten zur Entschärfung anrücken. Ein solch riesiges Exemplar wie jetzt in Essen ist selten dabei. Die Sprengkraft der britischen Luftmine ist so groß, dass am Mittwoch (13. Oktober) 11.000 Menschen ihre Häuser räumen müssen.

Die Bombe wurde am Dienstag bei Sondierungsarbeiten im Essener Stadtteil Stoppenberg gefunden. Um mehr Vorlauf für die großangelegte Evakuierung zu gewinnen, sicherte der Kampfmittelräumdienst die Fundstelle zunächst ab.

Die britische Luftmine verfüge über drei Aufschlagszünder und eine Sprengstoffmenge von 840 Kilogramm. Eine Luftmine mit derartiger Sprengkraft habe es in mindestens 20 Jahren Stadtgeschichte nicht gegeben, sagte eine Sprecherin der Stadt Essen.

Essen/NRW: Evakuierung betrifft 11.000 Bewohner

Der Radius rund um den Fundort, der komplett geräumt werden müsse, sei mit einem Kilometer erheblich größer als bei kleineren Blindgängern. In diesem Bereich leben etwa 11.000 Menschen. Sie müssen ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Lageplan des Blindgängerfundes Essen-Stoppenberg am 12./13. Oktober 2021.

In einem Umkreis von weiteren 1000 Metern dürfen die Menschen sich nicht im Freien aufhalten und sollen Gebäudeteile aufsuchen, die der Bombe abgewandt liegen. Das betrifft nach Schätzungen der WAZ weitere 27.000 Personen.

Essen/NRW: Bombe in Stoppenberg gefunden

Bereits ab 8.30 Uhr sollen acht Alten-, Pflege und Behinderteneinrichtungen rund um den Fundort im Stadtteil Stoppenberg geräumt werden. Zwei Stunden später, um 10.30 Uhr, beginnt dann die Evakuierung der übrigen Wohnungen und Häuser. Mit Einschränkungen des Bus- und Bahnverkehrs sei zu rechnen, so die Stadt. Auch ein S-Bahnhof wird gesperrt. Sieben Kitas liegen im Evakuierungsbereich und müssen geschlossen bleiben.

Aufgrund der Größe des Sperrbereiches werden am Tag der Evakuierung mehrere Betreuungsstellen für die betroffenen Personen eingerichtet, die voraussichtlich ab 10.30 Uhr geöffnet sein werden:

  • Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Schonnebeckhöfe 64
  • Weststadthalle, Thea-Leymann-Straße 23

Die Feuerwehr wird laut Stadt Essen die aktuell besondere Lage rund um das Coronavirus bei der Betreuung der Menschen vor Ort berücksichtigen.

In Essen muss eine Luftmine aus dem 2. Weltkrieg entschärft werden - ähnlich dieser aus Frankfurt (2017).

Eine noch größere Evakuierung gab es nach dem Fund mehrerer Bomben in der Dortmunder Innenstadt. 13.000 Menschen mussten für Stunden ihre Häuser verlassen. In Düsseldorf mussten wegen eines Blindgängers 11.000 Personen evakuiert werden.

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