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Demos am 1. Mai in Dortmund: Zusammenstoß zwischen Polizei und Demonstranten

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Demonstranten aus der autonomen Szene bei einer Sitzblockade am „Dortmunder U“.
Demonstranten aus der autonomen Szene bei einer Sitzblockade am „Dortmunder U“. © Markus Wüllner

Viel los in Dortmund: Am Tag der Arbeit (1. Mai) gab es mehrere Demos. Rechtsextreme zogen durch die Stadt. Beim Gegenprotest kam es zur Auseinandersetzung mit der Polizei.

[Update] Dortmund (NRW) - Die Polizei hat am Sonntag in Dortmund Pfefferspray und Schlagstöcke gegen Demonstranten aus der autonomen Szene eingesetzt. Sie hätten Polizisten attackiert und versucht, eine Absperrung zu durchbrechen, sagte eine Polizeisprecherin. Es habe auf beiden Seiten Verletzte gegeben. „Die genaueren Umstände werden aufgearbeitet und befinden sich in der Klärung“, so die Polizei. Zwei Demonstranten aus dem linken Spektrum seien in Gewahrsam genommen worden.

StadtDortmund
Fläche280,71 km²
Einwohner587.696

Demos am 1. Mai in Dortmund: Zusammenstoß zwischen Polizei und Demonstranten

Die Demonstranten wollten gegen einen Aufmarsch von etwa 220 Rechtsextremisten protestieren. Der Aufmarsch von der Partei „Die Rechte“ unter dem Motto „Heraus zu Tag der Arbeit“ hatte zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes mit der Polizei aber noch gar nicht begonnen, sagte die Polizeisprecherin.

Demo von der Partei „Die Rechte“ am 1. Mai in Dortmund
Demo von der Partei „Die Rechte“ am 1. Mai in Dortmund. © Markus Wüllner

Die Polizei wies die Rechtsextremisten vor Beginn ihres Aufmarsches an, zahlreiche Fahnen einzurollen. Öffentliche Versammlungen, die durch paramilitärisches Auftreten Gewaltbereitschaft vermittelten, seien verboten, so die Polizei. Zudem sollen nach der Demonstration Parolen gerufen worden sein, die auf Strafbarkeit überprüft werden.

1. Mai in Dortmund: Demonstranten starten Sitzblockade am „Dortmunder U“

Entlang von Möllerstraße und Westpark trafen linksautonome Gruppen und die Demo der Rechtsextremisten immer wieder aufeinander. Am „Dortmunder U“ haben sich laut Polizei 20 bis 30 dunkel gekleidete Personen zu einer Sitzblockade auf der Straßenkreuzung versammelt, um augenscheinlich die Route der Rechtsextremisten zu blockieren. Die Polizei schirmte die Sitzblockade ab und leitete den Demo-Zug an ihnen vorbei.

Traditionell hatte auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zur Demo am 1. Mai aufgerufen. Bis zu 2000 Teilnehmer zogen in Richtung Westfalenpark, in dem ein Familien- und Kulturfest stattfand. Mit dabei: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty. Laut Polizei verlief der Aufzug störungsfrei. - dpa/Markus Wüllner

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