Vorfall vom 5. März wird bislang als Mordversuch gewertet

Gegenstand auf A1 geworfen und Auto getroffen: Ermittler setzen auf dieses Fahrrad

Am 5. März warf ein Unbekannter einen faustgroßen Gegenstand von einer Brücke auf die A1 und riskierte damit das Leben eines 26-jährigen Autofahrers und seiner Kinder (Symbolbild).
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Am 5. März warf ein Unbekannter einen faustgroßen Gegenstand von einer Brücke auf die A1 und riskierte damit das Leben eines 26-jährigen Autofahrers und seiner Kinder (Symbolbild).

Ascheberg - Am 5. März warf ein Unbekannter einen faustgroßen Gegenstand von einer Brücke auf die A1 und riskierte damit das Leben eines 26-jährigen Autofahrers und dessen Kinder. Nun erhoffen sich die Ermittler nähere Infos zu einem blauen Damenrad, das dem Täter gehören könnte.

  • Auf der A1 zwischen Ascheberg und Drensteinfurt krachte am 5. März ein Gegenstand auf ein Auto.
  • Das Panoramadach splitterte, weder Fahrer noch dessen Kinder werden zum Glück verletzt.
  • Die Ermittler hoffen jetzt auf frische Hinweise - und zwar im Zusammenhang mit einem Fahrrad. 

Das Fahrrad hätten Beamte im Rahmen der Ermittlungen im Bereich des Davensberger Bahnhofs entdeckt, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung dreier Polizeibehörden und der Staatsanwaltschaft Münster. 

„Es könnte im Zusammenhang mit der Tat stehen, wir wissen es aber nicht“, sagt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Ein Foto vom Rad wurde jetzt veröffentlicht. Die Frage lautet: Wer kann Angaben zum Besitzer oder zu den Nutzern des Rads machen?

Wer kann Angaben zum Besitzer oder zu den Nutzern dieses Rads machen?

Der Vorfall am 5. März (Donnerstag, 17.21 Uhr), der als Mordversuch gewertet wird, ereignete sich auf Höhe des Rinkeroder Wegs (Kreisstraße 40) zwischen Ascheberg-Davensberg und Drensteinfurt-Rinkerode.

„Nur durch Glück nicht verletzt oder gar getötet“

Der 26-Jährige, der aus Bockhorn stammt, war mit einem Renault in Richtung Dortmund unterwegs, als der Gegenstand auf das Auto krachte und dessen gläsernes Panoramadach zersplittern ließ. 

Im Fahrzeug saßen auch die beiden Kinder des Fahrers, ein und drei Jahre alt. „Nur durch Glück wurden die Insassen nicht verletzt oder gar getötet“, so die Einschätzung Botzenhardts einen Tag nach der Tat.

Mittlerweile wurde der Renault durch Kriminaltechniker und einem Sachverständigen untersucht. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelte es sich bei dem heruntergeworfenen Gegenstand um einen relativ leichten“, heißt es in der Pressemitteilung. 

Der Gegenstand habe das Panoramadach nicht durchschlagen und hätte daher auch nicht im Wagen aufgefunden werden können. Auch die Autobahn sei bislang erfolglos nach diesem Gegenstand abgesucht worden.

Auf der Suche nach Mann mit langen Haaren

Dafür entdeckten die Beamten das Damenrad der Marke Kalkhoff, das mit einem Lenkerkorb ausgestattet ist. 

Nach der Tat hatte es Zeugenaussagen gegeben, wonach der unbekannte Gegenstand von einem Mann mit längeren Haaren geworfen worden sei, der dann mit einem blauen Fahrrad geflüchtet sei.

Auch nach dem Mann wird weiter gesucht. Die Polizei fragt, wem eine solche Person in den Nachmittag- und Abendstunden des 5. März in Davensberg oder Rinkerode aufgefallen ist. Hinweise nimmt sie unter der Rufnummer 0251/275-0 entgegen.

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