Verdacht der Untreue und Steuerhinterziehung bei Hengstverkäufen 

Ermittlungen gegen Verein "Westfälisches Pferdestammbuch"

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Münster - Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt in einem weiteren Fall bei Pferdezüchtern in Westfalen. Wegen des Verdachts der Untreue und der Steuerhinterziehung habe das Amtsgericht Münster Räume des Vereins "Westfälischen Pferdestammbuchs" durchsuchen lassen, wie die Züchtervereinigung auf ihrer Internetseite mitteilt.

Nach Angaben des Vereins, in dem knapp 8000 Züchter organisiert sind, geht es bei den Vorwürfen um mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei Hengstverkäufen. 

Die Ermittlungen richten sich demnach gegen den Verband und seinen Geschäftsführer. Der Verein erklärte zugleich, dass er mit den Ermittlern zusammenarbeite. 

Die Staatsanwaltschaft Münster bestätige am Montag die Durchsuchung bei dem Verein. Ein Sprecher wies aber daraufhin, dass dieser neue Fall nicht im Zusammenhang steht mit den seit über einem Jahr laufenden Ermittlungen gegen leitende und inzwischen vom Land entlassene Beschäftigte des Landgestüts in Warendorf. 

Laut Ermittlerkreisen soll sich der Verdacht gegen den Verein jedoch im Zuge der Untersuchung gegen das Landgestüt ergeben haben. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte im Februar 2016 Konsequenzen gezogen und drei hochrangige Mitarbeiter des Landgestüts in Warendorf entlassen. 

Laut den noch nicht abgeschlossenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Münster geht es in diesem Fall um den Verdacht der Vorteilsnahme. Ausganspunkt der Ermittlungen waren Reisen von führenden Mitarbeitern des Landgestüts auf die arabische Halbinsel. - dpa

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