Entschuldungkonzept des Flughafens Münster

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GREVEN - Hohe Zins- und Tilgungsraten schnüren dem Flughafen Münster/Osnabrück die Luft ab. Die Gesellschafter sollen jetzt einspringen und bei der Entschuldung helfen. Der Kreis Steinfurt stellt Bedingungen.

Die Gesellschafter-Versammlung des Flughafens Münster/Osnabrück berät am Donnerstagmorgen abschließend über ein Entschuldungskonzept. Nach einer Vorlage des Aufsichtsrates im November befürworteten die politischen Gremien der 14 Eigentümer das Konzept in den vergangenen Wochen.

Alle Gesellschafter sollen zusammen im ersten Schritt 16 Millionen Euro geben. Nur der Kreis Steinfurt knüpft das an Bedingungen. Demnach soll die erste Auszahlung seines Darlehens von rund 5,1 Millionen Euro nur geleistet werden, wenn für den Ausbahn der Startbahn im nächsten Jahr keine Kosten anfallen. Der Ausbau von 2170 auf 3000 Meter ist geplant, steht aber derzeit nicht an.

Den Flughafen drückt eine Schuldenlast von rund 110 Millionen Euro. Nach Angaben eines FMO-Sprechers lassen jährliche Zins- und Tilgungszahlungen über 8 Millionen Euro dem Flughafen kaum Luft. Grund ist der Bau des nicht ausgelasteten Terminals II im Jahr 2001.

Größte Gesellschafter des FMO sind die Städte Münster (35 Prozent) und Osnabrück (17) sowie der Kreis Steinfurt (30,2). - dpa

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