Zwei Festnahmen - Drogen und mehr sichergestellt

Heimat von mutmaßlichen Sekten-Mitgliedern: Polizei durchsucht Fitnessstudio mit Großaufgebot

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Großer Polizei-Einsatz im Kreis Gütersloh: Beamte der Einsatzhundertschaft und Krimimalpolizisten haben am Dienstagmorgen ein Fitnessstudio durchsucht, in dem Mitglieder einer Sekte leben sollen. Die Einsatzkräfte stellten Drogen und weitere Gegenstände sicher, zwei Personen wurden festgenommen.

Harsewinkel - Die Durchsuchung des "Elite Healthclubs" am Prozessionsweg erfolgte nach Polizeiangaben aufgrund eines richterlichen Beschlusses. Die Beamten zertrümmerten offenbar eine große Glastür, um in das Objekt zu gelangen. 

"Der Durchsuchungsbeschluss wurde aufgrund von Bedrohungen realisiert", erläuterte Polizei-Pressesprecherin Katharina Felsch. Beamte der Einsatzhundertschaft sowie Kriminalbeamte fuhren am frühen Morgen gegen 7 Uhr auf das Gelände des Fitnesscenters, die mit Masken vermummten Beamten verschafften sich unmittelbar Zutritt zum Gebäude. 

Drogen gefunden - aber nicht gesucht

Dabei wurden nach Polizeiangaben zwei Personen festgenommen, bei der Durchsuchung wurden auch Drogen entdeckt. "Nach den Drogen haben wir aber nicht unbedingt gesucht", stellte die Pressesprecherin klar und erläuterte, dass man die übrigen, sichergestellten Gegenstände nun erst auswerten müsse. 

Früher sollen sich in dem Fitnessstudio einmal bis zu zwölf Personen aufgehalten haben, am Dienstagmorgen hatte man offenbar nur etwa ein Drittel davon angetroffen. Wie das Westfalen-Blatt berichtet, handele es sich dabei um Mitglieder der "Erbengemeinschaft Jakobs", einer religiösen Sekte. Laut der Neuen Westfälischen habe deshalb auch der Staatsschutz ermittelt. 

Fitnessstudio immer wieder in den Schlagzeilen

Neben dem Fitnessstudio selbst wurden am Morgen auch die auf dem Gelände abgestellten Fahrzeuge mit Kennzeichen aus Leipzig und dem Rhein-Sieg-Kreis durchsucht, verdächtige Gegenstände sichergestellt. Diese wurden von Beamten protokolliert und in großen Kartons abtransportiert. Ein Handwerker sorgte später dafür, dass Unbefugte keinen Zutritt mehr in das Gebäude haben. Die angetroffenen Personen wurden von den Beamten überprüft. 

Das Objekt war in den letzten Monaten immer wieder in die Schlagzeilen geraten, weil es als Israelisches Hoheitsgebiet ausgewiesen wurde. Im Internet kursiert unter anderem auch ein Video, dass offenbar den Besuch einer Gerichtsvolziehrin in der Privatwohnung des Betreibers in Herzebrock-Clarholz dokumentiert. Auch die Wohnung war zum Isralischen Hoheitsgebeit erklärt worden.

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