Neue Corona-Schutzverordnung

Einzelhandel in NRW: Corona-Notbremse gilt mit diesen Regeln

Die neue Corona-Schutzverordnung ist da. Mit der Notbremse gelten neue Regeln für den Einzelhandel in NRW. Ist Click and Meet noch möglich? Was Sie jetzt wissen müssen.

NRW - Zuletzt konnten Mode-Geschäfte, Möbelhäuser und andere Märkte in Nordrhein-Westfalen auf Click and Meet setzen, also Shopping nach Vereinbarung eines Termins für Kunden anbieten. Muss der Einzelhandel wegen der Corona-Notbremse nun wieder zu Click and Collect zurückkehren? Die neue Corona-Schutzverordnung der NRW-Landesregierung klärt auf. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Einzelhandel in NRW: Click and Meet trotz Corona-Notbremse - Das gilt jetzt

Die Inzidenz in NRW ist landesweit wieder über die 100er Marke gerutscht. Wie angekündigt wird ab dem kommenden Montag die sogenannte Corona-Notbremse mit neuen Regeln umgesetzt. Dabei kehrt die Landesregierung nicht eins zu eins zu dem Modell zurück, das vor dem 8. März vorherrschte. Stattdessen gibt es einen entscheidenden Unterschied: Schnelltests - diese werden fortan auch im Einzelhandel wichtig.

Wie aus der Corona-Schutzverordnung hervorgeht, bleiben zunächst jene Geschäfte des Einzelhandels geöffnet, die Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen. Nach wie vor dürfen Geschäfte pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche jeweils einen Kunden zulassen. Neben Supermärkten und Discountern dürfen in NRW zum Beispiel auch Babyfachmärkte, Drogeriemärkte und Poststellen offen bleiben.

Einzelhändler aus anderen Bereichen, also zum Beispiel Mode-Geschäfte und Möbelhäuser, können weiterhin Terminshopping anbieten. Click and Meet in NRW ist damit weiter möglich und wird durch die Notbremse nicht gekippt. Statt zu Click and Collect zurückkehren zu müssen, können die Geschäfte nach wie vor einen Einkauf vor Ort anbieten, sofern Kunden vorab einen Termin vereinbaren und personenbezogene Daten zur Kontaktverfolgung angeben.

Tests im Einzelhandel statt Corona-Notbremse in NRW - Gesundheitsminister Laumann optimistisch

Allerdings müssen Kunden fortan einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter ist als 24 Stunden, um weiterhin einkaufen zu können. Die Testpflicht gilt ausdrücklich nur für „Handelseinrichtungen, die über den täglichen Bedarf hinausgehen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums.

Wie diese Test-Strukturen im Einzelhandel genau aussehen werden, ist noch unklar. Allerdings zeigte sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann guter Dinge: „Ich bin optimistisch, dass auch Großmärkte Test-Strukturen in ihren Geschäften oder in der Nähe ihrer Geschäfte organisieren werden.“ Dabei bezieht er sich auf Großhändler in Industriegebieten wie Möbelmärkte. Ikea war zuvor sofort auf den Zug Click and Meet aufgesprungen, gut möglich, dass der schwedische Möbelriese auch bei den Corona-Testungen eine Vorreiterrolle einnimmt.

Einzelhandel in NRW: Click and Meet mit Testpflicht - Regierung rückt von radikalem Lockdown-Kurs ab

Doch was genau haben die Schlüsse nun mit einer Corona-Notbremse zu tun? Einschneidende Beschränkungen werden im Grunde nur für diejenigen erkennbar, die keinen positiven Test für ihren Einkauf vorweisen können. Mit Ausnahme der Testpflicht gibt es im Einzelhandel keine neuen Regeln. Vielmehr wird die ursprünglich geplante Notbremse nicht so umgesetzt, wie die Bundesregierung sie schon beim Corona-Gipfel Anfang März veranschlagte. Damals war von unmittelbaren Schließungen des Einzelhandels die Rede, sofern ein Land mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen vorweist.

Auch in anderen Bereichen wird eine radikale Corona-Notbremse vermisst - was körpernahe Dienstleistungen betrifft, gelten ebenfalls neue Regeln.

Die Debatte um Lockerungen oder Verschärfungen im Supermarkt und anderen Bereichen des Einzelhandels hatte innerhalb der Bundesregierung zuletzt für Aufsehen gesorgt. Nach dem elfstündigen Corona-Gipfel am vergangenen Montag gab Bundeskanzlerin Angela Merkel zunächst eine Osterruhe bekannt, die nun aber doch nicht so umgesetzt wird.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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