Vom Dach auf Terrasse gesprungen

Explosion in Sundern möglicherweise durch Feuerwerk verursacht - Mann (24) erliegt seinen Verletzungen

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[Update Freitag 12.21 Uhr] Sundern - Feuer-Drama im sauerländischen Sundern: Nach einer Explosion im Dachgeschoss geriet am Donnerstagnachmittag ein Wohnhaus in Brand. Ein 24-Jähriger stürzte vom Dach auf die Terrasse - wohl um sich vor den Flammen zu retten. Am Freitagmorgen die traurige Nachricht: Der junge Mann ist in der Klinik verstorben. Jetzt gibt es einen schlimmen Verdacht.

Die Einsatzkräfte wurden gegen 15.10 Uhr zu dem Brand an der Straße "Am Teckelsberg" in der Nähe des Sunderner Hallenbades gerufen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam es im Dachgeschoss des Hauses zu einer Explosion mit anschließendem Vollbrand. Zum Zeitpunkt der Explosion befand sich der 24-Jährige im Obergeschoss.

Er kletterte auf das Dach und stürzte anschließend auf die Terrasse. Anwohner kümmerten sich um den lebensgefährlich verletzten Sunderner, der mit einem Rettungshubschrauber in eine Unfallklinik geflogen wurde. 

"Aufgrund der Schwere der Verletzungen ist er in der Klinik verstorben", berichtete eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen. Die drei Anwohner wurden mit leichten Rauchgasvergiftungen durch den Rettungsdienst behandelt.

24-Jähriger hantierte möglicherweise mit Feuerwerkskörpern

Der Brandort ist abgesperrt und beschlagnahmt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hantierte der 24-Jährige möglicherweise mit Feuerwerkskörpern, sodass es im Obergeschoss zu der Explosion kam. "Wir gehen davon aus, dass der Mann in dem Haus Feuerwerkskörper gebaut hat", erklärte Polizeisprecher Holger Glaremin auf Nachfrage.

Da Teile des Hauses als einsturzgefährdet gelten, können die Brandermittler der Kripo das Haus derzeit noch nicht betreten. Ob und wie eine Begutachtung des Unglücksortes ermöglicht werden soll, ist laut Glaremin aktuell noch unklar.

Das Feuer war am Donnerstagabend gelöscht, wie Rainer Hake von der Feuerwehr Sundern gegenüber der Redaktion sagte. Viele Einsatzkräfte waren bereits abgerückt. Vor Ort blieben Löschzüge aus Sundern. Da das Haus einsturzgefährdet ist und nicht betreten werden konnte, bekämpften die Feuerwehrleute die Glutnester von außen. In der Spitze waren 86 Kräfte im Einsatz.

Erst am Dienstagnachmittag war die Sunderner Feuerwehr im Großeinsatz: Im Ortsteil Stemel war auf etwa 7000 Quadratmetern ein Waldbrand ausgebrochen, der die Einsatzkräfte bis Mittwochmittag beschäftigte.

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