Mordkommission ermittelt

17-Jähriger stirbt nach Messerangriff: Verdächtiger (18) in U-Haft

Ein 17-Jähriger hat einen Messerangriff in Bielefeld am späten Donnerstagabend nicht überlebt. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.
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Ein 17-Jähriger hat einen Messerangriff in Bielefeld am späten Donnerstagabend nicht überlebt. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

[Update, Samstag, 14.50 Uhr] Furchtbare Tat am Donnerstagabend: Ein Täter hat auf einen 17-Jährigen eingestochen. Er starb später im Krankenhaus. Nach Zeugenhinweisen hat die Poliziei am Freitag einen Verdächtigen festgenommen.

Bielefeld – Ein 17-Jähriger ist am späten Donnerstagabend gegen 23 Uhr in Bielefeld niedergestochen worden und anschließend gestorben. Die Tat ereignete sich nach Angaben der Polizei vom Freitag an der Stadtbahnhaltestelle Schelpmilser Weg in Bielefeld-Baumheide. 

Demnach beobachteten mehrere Zeugen, wie der junge Mann von einem Unbekannten mit einem Messer bedroht wurde. Kurz darauf kam der 17-Jährige den Zeugen mit Stichverletzungen entgegen. Der Bielefelder wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo er starb. Der mutmaßliche Täter lief in Richtung Schelpmilser Weg davon.

Angriff in Bielefeld: Polizei nimmt eine Person fest - doch der Verdacht bestätigt sich nicht

Die Polizei nahm noch in der Nähe des Tatortes eine verdächtige Person vorläufig fest, auf die die Beschreibung von Zeugen gepasst hatte. Der Verdächtige wurde später aber wieder aus dem Gewahrsam entlassen. 

Die weiteren Ermittlungen führte eine Mordkommission der Bielefelder Polizei "unter Hochdruck"; am Freitagmorgen halfen Spürhunde bei der Suche nach der Tatwaffe, die bisher nicht gefunden wurde.. Am Freitagnachmittag konnte nach weiteren Zeugenhinweisen ein 18-jähriger Verdächtiger ermittelt und in seiner Wohnung festgenommen werden. 

Der Bielefelder soll der Polizei  bereits wegen diverser Gewaltdelikte bekannt sein. Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden Beamte die mutmaßliche Tatkleidung. Nach den bisherigen Ermittlungen bestehe der Verdacht, dass der 18-Jährige versucht hatte, sein Opfer auszurauben und dann mehrfach auf ihn einstach, heißt es in einer Mitteilung der Polizei von Samstagnachmittag. 

Der dringend Tatverdächtige mache keinerlei Angaben zur Sache und lasse sich anwaltlich vertreten. Ein Haftrichter erließ Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags in Tateinheit mit versuchtem Raub mit Todesfolge. 

Messerangriff in Bielefeld: Obduktionsergebnis liegt vor

Inzwischen liegt auch das Obduktionsergebnis vor, wie es seitens der Polizei weiter heißt. Die Rechtsmediziner stellten demnach an dem Leichnam mehrere Stich- und Schnittverletzungen fest. "Ein Stich hatte innere Verletzungen zur Folge, die zum Tode durch Verbluten führten", heißt es. 

Polizei und Staatsanwaltschaft bitten weiterhin um Hinweise auf mögliche Tatverdächtige an das Polizeipräsidium Bielefeld unter Tel. 0521-545-0. -eB/dpa

Ebenfalls in Bielefeld, ebenfalls ein Messerangriff: Eine 14-Jährige hat in dieser Woche eine 15-Jährige schwer verletzt.

Nach einem bestialischen Doppelmord an einem Bahnhof im Märkischen Kreis gibt es jetzt ein Urteil.

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