Spektakulärer Vorfall in Lüdenscheid

Zwei Männer fahren mit Pkw ins Schaufenster eines Juweliergeschäfts

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Durch den Vorfall ist der Rahmen beschädigt, daher wird erst einmal provisorisch eine neue Scheibe eingesetzt.

[Update, 12.15 Uhr] Lüdenscheid - Unbekannte Männer fuhren in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit einem Pkw in das Schaufenster eines Juweliergeschäfts in der Lüdenscheider Fußgängerzone.

Ein lauter Knall in der Fußgängerzone weckte die Anwohner mitten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Zwei Männer fuhren mit einem Pkw in das Schaufenster des Juweliergeschäfts Goldschmiedehaus Nr. 19 an der Wilhelmstraße. 

Um 3.14 Uhr ging der Anruf eines Anwohners bei der Polizei ein. „Die Beamten brauchten nur ein bis zwei Minuten, bis sie vorort waren“, berichtet Friedhelm Reinwald, erster Polizeihauptkomissar der Leitstelle Iserlohn. 

Am Tatort trafen die Polizisten auf einen Fiat Punto, der in das Schaufenster des Goldschmiedehauses Nr. 19 gefahren war. Die Scheibe aus Sicherheitsglas und die dahinter stehenden Vitrinen wurden dabei zerstört. „Wir gehen davon aus, dass die Täter nicht sehr viel Zeit hatten“, erklärt Reinwald. "Bisher gehen wir davon aus, dass die nichts entwendet haben", sagte Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizei im Märksichen Kreis, am Freitag. Der Anwohner habe die Männer nach ihrer Fahrt ins Schaufenster angeschrien, woraufhin sie flüchteten. Bei dem Vorfall entstand ein Sachschaden im fünfstelligen Bereich.

Das Fahrzeug konnte die Polizei sicherstellen. Die Unbekannteten flüchteten in verschiedene Richtung. Ein Mann mit Bart, etwa 1,70 Meter groß, flüchtete in Richtung Jokuschstraße. Er ist schlank, trug zum Tatzeitpunkt eine dunkle Jogginghose mit hellen Streifen, ein dunkles Joggingoberteil mit heller Kapuze und vermutlich weiße Sneaker. Der andere Täter floh in Richtung Erlöserkirche. Er ist1,70 bis 1,75 Meter groß, schlank, trug zum Tatzeitpunkt eine dunkle Jogginghose und ein dunkles Joggingoberteil. Beide Männer sind zwischen 25 und 30 Jahre alt. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 0 23 51 / 9 09 90 entgegen. 

Die Vitrinen hinter dem Schaufenster wurden ebenfalls beschädigt.

Eine Person wurde noch in derselben Nacht mit auf die Wache genommen, aber auch wieder freigelassen. Die Wageninhaber waren zum Tatzeitpunkt zuhause und haben das Verschwinden ihres Fahrzeuges nicht bemerkt, heißt es in der Pressemitteilung. 

Durch den Vorfall ist der Fensterrahmen beschädigt worden, eine neue Scheibe wurde provisorisch eingesetzt. Die Firma Körfer aus Gummersbach kümmerte sich gestern Morgen um das zerbrochene Schaufenster. „In den vergangenen neun Jahren hat es einen solchen Vorfall nicht gegeben“, sagt Susanne Schlüter, Mitarbeiterin des Juweliers. 

Nach ihren Angaben wohne ihr Chef und Inhaber des Goldschmiedehauses, Sebastian Zapp, nur einige Häuser weiter und habe den versuchten Einbruch sofort mitbekommen. Gegen 3.30 Uhr habe sie von ihm dann den Anruf bekommen. Trotz des Vorfalls öffnete das Juweliergeschäft gestern wie gewohnt für seine Kunden. „Wir machen ganz normal weiter.“

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