Einbrecher dank Computerprognose auf frischer Tat erwischt

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Düsseldorf - Mit Hilfe des neuen Computerprogramms "Skala" hat die Polizei mutmaßliche Einbrecher auf frischer Tat ertappt. Das Prognoseprogramm hatte die Zivilfahnder in den Düsseldorfer Norden geführt, wo ihnen ein älteres Auto mit Ausfuhrkennzeichen auffiel.

Sie beschatteten den Wagen und tatsächlich drangen bald zwei der drei Insassen in ein Einfamilienhaus ein, wo sie von einer Bewohnerin gestört und vertrieben wurden. 

Die Männer flüchteten, ihr Wagen konnte aber bald gestoppt werden. Die Polizei nahm die 16, 20 und 31 Jahre alten Verdächtigen fest. 

50 US-Dollar steckten in einer Socke

Die Bewohnerin gab an, dass ihr nach dem ungebetenen Besuch rund 50 US-Dollar fehlten, die auf einem Tisch lagen. Genau diese Summe wurde in einem Socken des wegen Einbruchs polizeibekannten 31-Jährigen entdeckt. Der habe bei seiner Festnahme Widerstand geleistet und sich dadurch Verletzungen eingehandelt. 

Die NRW-Polizei will mit den Einbruchvorhersagen den Druck auf die Einbrecher erhöhen. So unterteilt "Skala" die Landeshauptstadt in fast 600 Wohnquartiere. 

"Skala" errechnet mögliche Einbruchsorte

Jede Woche spuckt der Computer 8 bis 15 Quartiere aus, in denen statistisch gesehen das Einbruchrisiko deutlich erhöht ist. 

Die Methode, mit der die Daten ausgewertet werden, nennt sich "Predictive Policing" - zu deutsch: vorausschauende Polizeiarbeit. Der Computer kann durch Algorithmen erkennen, in welchen Gegenden sich Einbruchsserien wiederholen.

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