Vom Zoll erwischt

Unterwäsche deutet auf Geldwäsche hin: Mann hat 350.000 Euro in Unterhose und Schuhen

350.000 Euro.
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Spektakulärer Fund des Zollamts: Stolze 350.000 Euro fanden Zöllner in der Unterhose und in Schuhen einer Person.

Dem Zollamt ist ein spektakulärer Fund gelungen. Ein Mann hatte zuvor versucht 350.000 Euro an den Zollbeamten vorbeizuschmuggeln - in seinen Schuhen und in seiner Unterhose.

Düsseldorf - Am Flughafen in Düsseldorf hat ein Mann versucht 350.000 Euro am Zoll vorbeizuschmuggeln. Das Geld versteckte er dabei in seiner Unterhose und in seinen Schuhen. (News aus Nordrhein-Westfalen)

StadtDüsseldorf
BundeslandNordrhein-Westfalen
Fläche217,4 km²
Einwohner621.877 (31. Dez. 2019)

Mann aus Düsseldorf von Zoll erwischt: 350.000 Euro in Unterhose und Schuhen - Flug in die Türkei geplant

Zunächst hatten Beamte der Bundespolizei 250.000 Euro in den Schuhsohlen des Mannes entdeckt, die speziell präpariert waren. Der 50-Jährige Mann aus Düsseldorf hatte vor, in die Türkei zu fliegen.

Doch sein Plan mit vollen Taschen - oder besser gesagt voller Hose - in den Flieger zu steigen, ging nicht auf. Die Bundespolizei rief Zollbeamte hinzu, die weitere 100.000 Euro in der Unterhose des Mannes fanden.

Er habe das Geld dort „freischwebend gelagert, in der Hoffnung, dass dort nicht nachgeschaut wird“, erklärte ein Behördensprecher am Donnerstag. Die Geldsumme setzte sich vor allem aus 500-Euro-Scheinen zusammen.

Mann aus Düsseldorf von Zoll erwischt: 350.000 Euro in Unterhose und Schuhen - Beamten stellen Geld sicher

Laut Zoll hatte der Mann angegeben, dass Geld von einem Bekannten bekommen zu haben, für den er es in die Türkei transportieren solle. Allerdings hätte er sich nicht mehr an den Namen oder die Kontaktdaten dieses Mannes erinnern können.

Daraufhin stellten die Beamten das Geld sicher. Aktuell wird geprüft, ob es Anhaltspunkte für Geldwäsche gibt oder das Geld aus legalen Quellen stammt. Im Fall von Geldwäsche werde das Geld „beschlagnahmt und einbehalten“, betonte der Behördensprecher.

Außerdem wird nun gegen den 50-Jährigen ermittelt wegen Nichtanmeldung von Barmitteln. Das Zollamt wies nach dem Fall noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Barmittel ab 10.000 Euro bei Ein- und Ausreise angemeldet werden müssen. Das diene der Aufdeckung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Immer wieder glauben Kriminelle, mit ihren Machenschaften vor Polizei oder Zoll sicher zu sein. Im Märkischen Kreis kam es in diesem Sommer sogar zu einer Razzia*, weil eine Plantage in einem ehemaligen Heimwerkermarkt gefunden wurde. - *come-on.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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